Social-Media-Kolumne

Gemeinsam posten: Was Collab-Posts wirklich bringen

Ein Foto, eine Markierung, ein Repost – Zusammenarbeit auf Social Media gibt es in vielen Formen. Eine wird dabei oft übersehen: der Collab-Post. Nadja Smeilus und Patrick Hamacher von Biomex zeigen in ihrer neuen Kolumne, wann er sich lohnt.
Nadja Smeilus und Patrick Hamacher, beide Biomex, schreiben für Pfefferminzia regelmäßig Kolumnen über Social Media.
© Biomex
Nadja Smeilus und Patrick Hamacher, beide Biomex, schreiben für Pfefferminzia regelmäßig Kolumnen über Social Media.

Du besuchst eine Veranstaltung, triffst dort einen Kollegen und ihr nehmt gemeinsam ein kurzes Video auf. Zurück im Büro lädt einer von euch das Reel bei Instagram hoch und markiert den anderen. Mittlerweile gibt es dafür aber eine bessere Möglichkeit: den Collab-Post.

Bei Instagram und Facebook gibt es diese Funktion bereits länger, LinkeiIn hat Collaborative Posts inzwischen ebenfalls eingeführt. Das Prinzip ist einfach: Eine Person oder Unternehmensseite erstellt einen Beitrag und lädt weitere Accounts als Mitwirkende ein. Nehmen diese die Einladung an, erscheint derselbe Beitrag auch bei ihnen. Alle Beteiligten werden direkt am Beitrag angezeigt.

Das ist etwas anderes als eine klassische Markierung.

Nehmen wir an, ein Versicherungsmakler besucht einen Versicherer und veröffentlicht anschließend ein Foto vom Termin. Er markiert den Versicherer im Text oder auf dem Bild. Der Beitrag bleibt aber sein Beitrag und erscheint nicht automatisch beim Versicherer.

Auch ein Repost funktioniert anders. Der Versicherer könnte den Beitrag anschließend teilen. Dann gibt es weiterhin einen ursprünglichen Beitrag und zusätzlich den geteilten Inhalt.

Bei einem Collab-Post gibt es dagegen einen gemeinsamen Beitrag.

Das kann gerade in unserer Branche sinnvoll sein. Ein Makler und ein Versicherer erklären gemeinsam eine Produktneuheit. Zwei Makler nehmen nach einer Workation ein kurzes Video auf. Ein Veranstalter veröffentlicht zusammen mit einem Speaker einen Beitrag zu dessen Vortrag. Oder ein Unternehmen zeigt gemeinsam mit einem Mitarbeiter einen Einblick in ein Projekt.

Der Vorteil liegt vor allem in den beteiligten Netzwerken.

Ein gemeinsamer Beitrag kann über mehrere Profile beziehungsweise Unternehmensseiten ausgespielt werden. Reaktionen und Kommentare sammeln sich am gleichen Inhalt. Gleichzeitig ist sofort sichtbar, wer tatsächlich an diesem Beitrag beteiligt ist.

Auch für Corporate Influencer ist das interessant. Ein Mitarbeiter berichtet beispielsweise über ein Projekt seines Arbeitgebers. Statt lediglich die Unternehmensseite zu markieren, können Mitarbeiter und Unternehmen den Beitrag gemeinsam veröffentlichen. Gleiches gilt für Kooperationen zwischen Versicherern und Vertriebspartnern oder verschiedenen Experten.

Trotzdem sollte nicht jeder Beitrag zum Collab-Post werden.

Nur weil mehrere Personen auf einem Foto zu sehen sind, braucht es noch keinen gemeinsamen Absender. Entscheidend ist, ob der Inhalt wirklich zu allen Beteiligten passt.

Vor der Veröffentlichung sollte deshalb geklärt werden:

  • Wer erstellt den Beitrag?
  • Wer soll als Mitwirkender erscheinen?
  • Passt die Aussage für alle Beteiligten?
  • Und möchten wirklich alle diesen Inhalt auf ihrem Profil zeigen?

Eine Markierung bleibt sinnvoll, wenn jemand lediglich erwähnt wird. Ein Repost eignet sich, wenn du einen bestehenden Beitrag weiterempfehlen möchtest. Wenn ein Inhalt tatsächlich gemeinsam entstanden ist oder mehrere Absender hat, ist ein Collab-Post oft die passendere Lösung.

Collab-Posts sind damit vor allem dort interessant, wo Zusammenarbeit ohnehin Teil des Inhalts ist: zwischen Maklern, Versicherern, Mitarbeitern, Veranstaltern oder anderen Experten. Solche Funktionen zeigen gut, wie viele kleine Stellschrauben es auf Linkedin, Instagram und Facebook gibt.

Genau solche Nutzungs-Tipps sind auch Teil unserer Social-Media-Maklerclass: Das Ziel ist dabei nicht möglichst viele Funktionen kennen, sondern zu wissen, wann welche davon sinnvoll ist.

Über die Autoren

Nadja Smeilus und Patrick Hamacher sind Teil der Biomex GmbH und unterstützen Vermittlerinnen und Vermittler dabei, sich auf Social Media sichtbar, professionell und authentisch zu positionieren. Mit der Social Media Maklerclass haben sie einen Videokurs entwickelt, der praxisnah zeigt, wie Vermittler Reichweite aufbauen, Vertrauen schaffen und Kunden gewinnen – auch ohne Kamera-Erfahrung oder Marketingstudium.

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