Die eigene finanzielle Situation ist für Studierende in Deutschland die größte Belastung im Studienalltag – noch vor Prüfungsdruck und Ernährungsfragen. Das zeigt eine repräsentative Befragung der Barmer.
Die Folgen sind spürbar: Rund 42 Prozent der Studierenden bewerten ihr Wohlbefinden als schlecht oder eingeschränkt, nur 37 Prozent schätzen es als gut bis sehr gut ein.
Nebenjob und Workload drücken auf die Stimmung
„Schon junge Menschen spüren finanziellen Druck und müssen Belastungen durch Prüfungen, Fristen und parallele Nebenjobs standhalten“, sagt Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer.
Wie eng Geld und Wohlbefinden zusammenhängen, zeigt sich auch bei den Gründen für Unzufriedenheit im Studium: Schwierigkeiten, Studium und Nebenjob zu vereinbaren, nennen 39 Prozent der Befragten – ein direkter Ausdruck des finanziellen Drucks. Hinzu kommen fehlende Motivation (43 Prozent) und ein zu hoher Workload (37 Prozent).
Schlechter aufgestellt als die Gesamtbevölkerung
Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung schneiden Studierende beim Wohlbefinden spürbar schlechter ab. Auf einem Index von 0 bis 100 Punkten kommen Studierende auf einen Wert von 54 Punkten, die Gesamtbevölkerung dagegen auf 60 Punkte. Werte ab 60 Punkten gelten laut BARMER als gutes Wohlbefinden, bei 54 Punkten gilt es bereits als leicht beeinträchtigt.