Die Digitale Rentenübersicht soll den Bürgern hierzulande gebündelt zeigen, wie es um ihre gesetzliche, betriebliche und private Altersvorsorge steht. Das Problem: Nur jeder Zweite kennt das Angebot überhaupt.
Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) ergeben. 28 Prozent kennen das Angebot demnach, nutzen es aber nicht. Nur rund jeder achte Befragte greift auf die Digitale Rentenübersicht zurück.
Jeder vierte Nichtnutzer gibt an, sich mit der Digitalen Rentenübersicht bisher noch nicht beschäftigt zu haben. Fast ebenso viele sehen für sich derzeit keinen konkreten Nutzen. 23 Prozent empfinden den Registrierungs- beziehungsweise Anmeldeprozess als zu aufwändig, 22 Prozent nennen Datenschutz- oder Datensicherheitsbedenken.
„Die Digitale Rentenübersicht kann ein wichtiger Baustein für mehr Transparenz bei der Altersvorsorge sein. Wer frühzeitig seine voraussichtlichen Ansprüche kennt, kann leichter erkennen, ob zusätzlicher Vorsorgebedarf besteht“, sagt Peter Schwark, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). „Die Umfrage macht allerdings deutlich, dass das Angebot noch viel bekannter gemacht werden muss.“
Schwark plädiert auch dafür, den Zugang erheblich zu vereinfachen. Bisher sind dafür der elektronische Personalausweis und eine PIN nötig. „Auf Online-Banking-Konten oder Wertpapierdepots kann mit Face-ID zugegriffen werden, Elster-Anwendungen funktionieren einfach per Elster-Zertifikat. Selbst auf Krankenkassen-Apps kann nach einer einmaligen starken Registrierung unkompliziert per biometrischer Anmeldung zugegriffen werden. Nur bei der Digitalen Rentenübersicht ist der Zugang wiederholt derart kompliziert“, schimpft Schwark.
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