Studie

Altersvorsorgedepot: Makler sehen ETFs als härteste Konkurrenz

Instabile Wirtschaftslage, zurückhaltende Kunden, neue Konkurrenz durch die Altersvorsorgereform – das ist zu viel. Die Stimmung unter Maklern rauscht derzeit ab, zeigt die aktuelle Ausgabe der „Asscompact Trends“.
Schlechte Stimmung: Makler schauen gerade nicht allzu heiter in die Zukunft.
© The Yuri Arcurs Collection/Magnific
Schlechte Stimmung: Makler schauen gerade nicht allzu heiter in die Zukunft.

Die Stimmung unter Maklern ist zurzeit eher trübe. Gelinde gesagt. Wie die neue Studie „Asscompact Trends II/2026“ ergeben hat, ist die Zufriedenheit der 256 Befragten seit Herbst 2025 abrupt auf ein Fünfjahrestief gesunken. Und auch die Motivation krebst auf dem niedrigsten Wert seit über zehn Jahren herum.

Woran liegt das? Die Befragten geben an, dass sie die politische Lage umtreibt – in Deutschland und weltweit. Die wirtschaftliche Unsicherheit macht ihnen auch zu schaffen. Und sie merken, dass Kunden ihr Geld aktuell lieber beisammenhalten, statt es in Versicherungen zu stecken. Wobei das erste Quartal 2026 für die Makler eher gut lief, wie sie selbst bestätigen. Sie sind damit zufriedener als im Vorjahr.

Sorgen wegen Altersvorsorgereform

Skeptisch blicken die Makler auf die Lebensversicherung und ob sie sich im Zuge der Altersvorsorgereform gut schlagen wird. Denn die Konkurrenten (Neobroker, Fondshäuser und Banken) bringen sich bereits in Stellung.

Nur einer von fünf Maklern glaubt, dass die Lebensversicherung durch die Reform gestärkt wird. Die meisten Befragten sehen börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETFs) als härteste Konkurrenz.

Die Hälfte der Vermittler will sich die Chancen durch die Reform aber nicht entgehen lassen und planen, das Altersvorsorgedepot in ihre Beratung zu integrieren.

>> WERBUNG: Mit einem Rechner von Vertriebsexperte Mario Strehl können Sie ganz einfach errechnen, ob sich der Wechsel für Ihren Kunden lohnt. Hier geht es zum Rechner.

Fonds schießen in Produkt-Hitparade hinauf

Dass das Thema ETFs und Fonds ein großes ist, zeigt sich auch in der Produkt-Hitparade: Investmentfonds klettern von Platz 6 auf Platz 2. Sie verdrängen damit die Hausratversicherung aus den Top 3. Auf Platz 1 behauptet sich die KFZ-Versicherung, Rang 3 belebt die Privat-Haftpflicht.

Zu den Verlierern des Quartals zählen die Erwerbsunfähigkeitsversicherung und Indexpolicen.

Mehr zum Thema

Altersvorsorgedepot setzt Lebensversicherer unter Druck

Die deutschen Lebensversicherer stehen solide da, stehen aber vor tiefgreifenden strukturellen Problemen. Das ist das…

Versicherungsbranche: Aktien ja, aber ohne den Staat

Die Versicherungsbranche zeigt sich von den Vorschlägen der Rentenkommission nur zum Teil angetan. Im Rahmen…

Rentenkommission: Mehr Zahler, gesetzliche Kapitalrente

Eigentlich soll die durch die Regierung eingesetzte Rentenkommission erst am Dienstag ihre Erkenntnisse und Ergebnisse…

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert