Viele Deutsche unterschätzen, was eine Scheidung mit ihrer Altersvorsorge macht. Während 42 Prozent der Paare glauben, über Vermögensaufteilung und gegenseitige Ansprüche informiert zu sein, bestätigen das unter Geschiedenen im Nachhinein nur 20 Prozent.
Das belegt der Allianz Vorsorge Index 2026, für den 1.000 Personen zwischen 25 und 65 Jahren befragt wurden.
Besonders deutlich wird die Wissenslücke im Rückblick: Frauen bewerten ihr damaliges Wissen besonders kritisch – nur 18 Prozent geschiedener Frauen sagen, beide Partner hätten die Finanzen gekannt; bei Männern sind es 38 Prozent.
Zwei Drittel der Befragten mit Scheidungserfahrung gaben an, danach weniger finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben. Fast ebenso viele berichteten von gestiegenen laufenden Kosten, 40 Prozent von zusätzlichen Verpflichtungen wie Unterhaltszahlungen. Nahezu die Hälfte bezeichnet ihre aktuelle Finanzlage als stressbelastet.
Für die Altersvorsorge ist der Einschnitt gravierend: Jede zweite geschiedene Person spart seitdem weniger oder gar nicht mehr fürs Alter. Der Anteil derer, die überhaupt nicht mehr für den Ruhestand zurücklegen, liegt mit 29 Prozent deutlich über dem Bevölkerungsdurchschnitt von 18 Prozent.
Entsprechend pessimistischer blicken Geschiedene auf ihre Zukunft: 30 Prozent sorgen sich um fehlende Ersparnisse, gegenüber 21 Prozent in der Gesamtbevölkerung.
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