GDV-Statistik

Wohnungseinbrüche: mehr Fälle, höhere Schadensummen

Seit dem Tief in den Corona-Jahren geht es stetig bergauf: Die Zahl der Wohnungseinbrüche und die versicherten Schäden dadurch sind 2025 weiter gestiegen. Und ein Rekord wurde geknackt, meldet der Versicherer-Verband GDV.
Ein Einbrecher versucht, eine Tür mit einem Werkzeug aufzubrechen.
© The Yuri Arcurs Collection/Freepik
Einbrecher verschafft sich Zugang: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist 2025 wieder gestiegen.

Rund 100.000 Wohnungseinbrüche wurden den Versicherern 2025 gemeldet, 5.000 mehr als im Vorjahr. Die versicherten Schäden sind auf 380 Millionen Euro gestiegen. Damit liegen sie 10 Prozent über dem Vorjahreswert und sind doppelt so hoch wie 2021. Das meldet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

In der ersten Hälfte der 2010er-Jahre waren die Werte jedoch zum Teil deutlich höher. Einen neuen Rekordwert erreicht der durchschnittliche Schaden pro Einbruch. „Er stieg um 200 Euro auf 3.850 Euro und erreicht damit den höchsten Wert seit Beginn der Messung“, sagt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV.

Er weist darauf hin, dass sich Einbrecher meist nicht viel Mühe machen, sondern gezielt nach leicht zugänglichen und unzureichend gesicherten Wohnungen suchen. Gestohlen werden meist Gegenstände, die sich leicht transportieren und weiterverkaufen lassen:  Schmuck, Bargeld, kleinere elektronische Geräte wie Smartphones, Kameras oder Computerzubehör, ebenso Fernseher oder Spielkonsolen.

Tipps für den Einbruchschutz

Um sich vor Einbrüchen zu schützen, gibt der GDV ein paar Tipps.

  • Fenster können durch den Einbau abschließbarer Griffe gesichert werden, um einfaches Aufhebeln zu erschweren.
  • Balkon- und Terrassentüren lassen sich durch zusätzliche mechanische Verriegelungen besser absichern.
  • Bewegungsmelder können in Verbindung mit passender Beleuchtung im Eingangsbereich sowie an schlecht einsehbaren Stellen angebracht werden, um verdächtige Bewegungen schneller sichtbar zu machen.
  • Zeitschaltuhren können genutzt werden, um Beleuchtung bei Abwesenheit automatisch zu steuern und Anwesenheit zu simulieren.
  • Türen sollten beim Verlassen stets vollständig abgeschlossen werden, da einfach zugezogene Türen leichter überwunden werden können.
  • Sichtbare Hinweise auf längere Abwesenheit, etwa ein überfüllter Briefkasten, sollten vermieden werden.

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