Ein Elektroauto zu versichern, ist aktuell oft teurer als der Versicherungsschutz für einen Verbrenner. Wie Modellrechnungen des Vergleichsportals Verivox zeigen, verlangen die Versicherer bei etwa der Hälfte der Vollkaskotarife für die Stromer höhere Preise als für vergleichbare Verbrenner.
Die Versicherungsbeiträge für E-Autos sind unter sonst gleichen Bedingungen bis zu 44 Prozent teurer als derselbe Tarif für das Pendant mit Verbrennungsmotor. Diese 44 Prozent Unterschied erreicht etwa der BMW X3 – mit Elektroantrieb ist seine Versicherung deutlich teurer als beim Nicht-Elektro-Modell. Und dass, obwohl beide in denselben Typklassen liegen.
Günstiger ist die KFZ-Versicherung für den Stromer nur bei rund 32 Prozent der Tarife. Bei 19 Prozent der Angebote liegen die Kosten gleichauf.
„Versicherer haben E-Autos lange Zeit per se günstiger bepreist als Benziner“, sagt Aljoscha Ziller, Geschäftsführer von Verivox Versicherungsvergleich. „Zum einen lagen nicht ausreichend Schadensdaten vor und zum anderen wollten Versicherer sich auf einem jungen Wachstumsmarkt positionieren. Doch die Zeit der pauschalen Vorschusslorbeeren für E-Autos ist vorbei.“
Die Schadensdaten zeigen mittlerweile, dass Elektroautos zwar seltener Schäden verursachen. Aber wenn, dann höhere. Das haut vor allem in der Vollkasko rein.
„E-Auto-Fahrer sollten Versicherungen gründlich vergleichen, bevor sie sich für eine Police entscheiden“, rät Ziller. „Neben dem Preis sollten sie auch darauf achten, dass wichtige Leistungen enthalten sind – insbesondere zum Schutz des teuren Akkus. Hier unterscheiden sich die Tarife noch stark.“
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