Lieblingsprojekt der CDU

Berlin dampft die Frühstart-Rente ein. Vorerst

Eigentlich sollen alle Kinder von sechs bis achtzehn Jahren jeden Monat 10 Euro für die Altersvorsorge bekommen. Doch der neue Haushaltsplan legt nahe, dass diese sogenannte Frühstart-Rente erstmal nur an einen einzigen Jahrgang geht.
© picture alliance / imageBROKER | Unai Huizi
Mutter mit frisch eingeschulter Tochter: Vorerst sollen nur sechsjährige Kinder die Frühstart-Rente erhalten

Ausgerechnet bei einem Lieblingsprojekt der CDU will die Regierung den Rotstift ansetzen. Wie Medien übereinstimmend berichten, sollen vorerst nur sechs Jahre alte Kinder den staatlichen Zuschuss von 10 Euro zur Altersvorsorge erhalten. Ursprünglich vorgesehen waren alle Kinder von sechs bis achtzehn Jahren.

>>>Mehr zur Frühstart-Rente erklären wir hier und den Effekt berechnen wir hier.

Die Berichte beziehen sich auf die sogenannte Bereinigungsvorlage. Sie enthält Änderungsvorschläge für den Bundeshaushalt im kommenden Jahr. Und laut dieser Bereinigungsvorlage plant das Finanzministerium unter Minister Lars Klingbeil (SPD) lediglich 50 Millionen Euro für die Frühstart-Rente ein. Gerade genug für einen Jahrgang. Das Geld soll an die Deutsche Rentenversicherung gehen, damit die es an die Bezieher auszahlt.

Außerdem berichtet das Portal Tagesschau.de aus Koalitionskreisen, dass sich Eltern grundsätzlich selbst um ein Depot oder eine Versicherung für die Frühstart-Rente der Kinder kümmern müssen. Tun sie das nicht, soll der Nachwuchs automatisch ein Standardprodukt bekommen. Eine Positivliste soll festlegen, was das Produkt können muss.

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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