Die Haltung der Deutschen zur Nachhaltigkeit in ihrer Altersvorsorge wandelt sich: Während das Thema in der Beratung weiter eine relevante Rolle spielt, nimmt die Bereitschaft ab, dafür finanzielle Einbußen hinzunehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle, repräsentative Umfrage der Stuttgarter Lebensversicherung. Die Tester des Meinungsforschungsinstituts Yougov haben 2.050 Deutsche ab einem Alter von 18 Jahren dazu befragt.
Nur noch 28 Prozent der befragten Deutschen würden für nachhaltige Geldanlagen im Rahmen ihrer Altersvorsorge eine geringere Rendite akzeptieren. Das sind 8 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.
Gleichzeitig ist der Anteil derjenigen gestiegen, die eine geringere Rendite klar ablehnen und zwar von 27 auf 30 Prozent. Die Ergebnisse zeigen eine wachsende Preissensibilität bei nachhaltigkeitsorientierten Geldanlagen in der Altersvorsorge.
Kunden wünschen sich weiterhin nachhaltige Geldanlagen. Sie sollen jedoch möglichst ohne spürbare Einbußen bei Rendite oder Kosten auskommen. „Diese Entwicklung sollten wir als Branche aufmerksam beobachten“, empfiehlt Volker Bohn, Generalbevollmächtigter für unabhängige Vertriebspartner bei der Stuttgarter.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Kostenakzeptanz: Nur noch 22 Prozent der Deutschen wären bereit, höhere Verwaltungsgebühren für Investmentfonds mit Nachhaltigkeitskriterien zu akzeptieren. Das sind 4 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr (26 Prozent). Die Mehrheit lehnt weiterhin höhere Kosten weiterhin ab, insbesondere bei deutlich steigenden Gebühren.
Trotz der geringeren Bereitschaft zu finanziellen Einbußen bleibt Nachhaltigkeit in der Altersvorsorgeberatung relevant:
Zwar ist in zwei von drei Bereichen ein leichter Rückgang erkennbar, doch das Grundinteresse an nachhaltigen Investmentprodukten bleibt bestehen.
Für die Mehrheit der Befragten hat sich die persönliche Einstellung zur Nachhaltigkeit in den vergangenen zwölf Monaten nicht verändert:
55 Prozent berichten von keiner Veränderung im Vergleich zu 2023.
20 Prozent empfinden das Thema heute als wichtiger.
18 Prozent stufen es als weniger relevant ein.
Unter denjenigen, für die Nachhaltigkeit an Bedeutung verloren hat, sehen 50 Prozent die wirtschaftliche Unsicherheit als Hauptgrund. 39 Prozent sprechen von einer gewissen „Übermüdung“ durch die Nachhaltigkeitsdebatte. Weitere 36 Prozent nennen politische Themenverschiebungen und andere gesellschaftliche Krisen als Ursache.
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