Beim Versicherungskonzern Allianz überlegt man, wie es mit Allianz Global Investors (AGI) weitergehen soll. Wie die Nachrichtenagentur „Reuters“ meldet, kämen für die Investmenttochter sogar eine Fusion oder ein teilweiser Verkauf infrage. „Reuters“ bezieht sich in seinem Bericht auf vier Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind.
Zwei dieser Personen meinten demnach, dass die Allianz sogar erwäge, die Kontrolle über AGI abzugeben. Ziel soll es sein, das Geschäft zu vergrößern. Aber alle Überlegungen seien noch in einem sehr frühen Stadium. Laut Bericht bewertet eine der Personen die Investmenttochter mit etwa 4 Milliarden Euro.
AGI verwaltet aktuell ein Vermögen von 555 Milliarden Euro, hat aber eine strategische Lücke im Portfolio: Sie bietet ausschließlich aktiv gemanagte Fonds an. Damit nimmt sie am starken (und lukrativen) Trend in Richtung Indexanlagen (vor allem über die beliebten Exchange Traded Funds, ETFs) bislang nicht teil. Beim Konkurrenten DWS lässt sich im Vergleich dazu ein ganz anderes Extrem beobachten: Da gewinnt die ETF-Sparte massiv an Gewicht, und die aktiven Fonds verlieren sogar.
Von den Betrachtungen ausgenommen soll übrigens ausdrücklich Pimco sein. Die US-amerikanische Investmentgesellschaft ist einer der größten Anleihemanager der Welt und sozusagen die Schwestergesellschaft von AGI.
Sprecher der Allianz und von Allianz Global Investors lehnten es ab, die Berichte zu kommentieren.
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