Diese Zahlen lassen aufhorchen: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Staaten in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdreifacht, überschritt zuletzt erstmals die Marke von 300.000. Fast ein Viertel waren akademische Fachkräfte, die mit einer „Blue Card“ zeitlich befristet ins Land kamen.
In Zukunft wird die Zahl dieser „Impats“ (kurz für: Impatriates) voraussichtlich noch steigen. Damit wächst die Gruppe derer, die für eine private Krankenversicherung (PKV) infrage kommen.
Denn auch „Fachkräfte mit befristetem Aufenthaltstitel“ – so die amtliche Bezeichnung für Impats – müssen sich in Deutschland sozialversichern. Eine Befreiung von der Sozialversicherungspflicht ist nur in Ausnahmefällen möglich, etwa wenn die Beschäftigung beim Arbeitgeber im Heimatland formell weiterbesteht. Im Normalfall müssen ausländische Arbeitskräfte sich jedoch in Deutschland krankenversichern. Und da relativ viele Impats über ein Einkommen jenseits der derzeit gültigen Jahresarbeitsentgeltgrenze von 69.300 Euro verfügen, können sie zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wählen.
„Perspektivisch entsteht hier ein riesiger, neuer Markt“, sagt Kabil Azizi, Vertriebskoordinator Gesundheit bei der Gothaer Versicherung. Das Problem: Die klassische PKV bringt Impats nicht nur Vorteile. Beispielsweise verfallen Altersrückstellungen bei der Rückkehr in die Heimat. Fast immer ist eine Gesundheitsprüfung erforderlich. Maklerinnen und Makler gehen hier außerdem eine erhöhtes Stornorisiko ein.
Gefragt sind deshalb PKV-Produkte für Impats, die sich dem neuen Bedarf anpassen. Aktuell gibt es dazu erst wenige Anbieter auf dem Markt. Für Vermittler lohnt es sich also, die Augen aufzuhalten und bei den nächsten Beratungsterminen speziell solche Angebote in petto zu haben.
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