Mindestversicherungssummen steigen

Berufshaftpflicht könnte für Versicherungsvermittler teurer werden

Die gesetzlichen Mindestversicherungssummen für Versicherungsvermittler und -berater steigen zum 9. Oktober 2024. Einige Versicherer wollen hierfür einen geringen Zuschlag erheben, wie die Hans John Versicherungsmakler GmbH mitteilt.
Gebäude der Europäischen Kommission in Brüssel
© picture alliance/dpa | Thomas Banneyer
Gebäude der Europäischen Kommission in Brüssel

Im vergangenen Jahr verkündete die Eiopa (Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen) ihre Empfehlung für steigende Mindestversicherungssummen für die Vermögensschadens-Haftpflichtversicherung von Versicherungsvermittlern- und beratern. Jetzt wurde im Amtsblatt der Europäischen Union dazu die delegierte Verordnung (EU) 2024/896 der EU-Kommission veröffentlicht. Ab dem 9. Oktober 2024 sollen die neuen Anforderungen gelten.

Die gesetzlichen Mindestversicherungssummen steigen auf 1.564.610 Euro für jeden Versicherungsfall (statt bislang 1.300.380 Euro) und 2.315.610 Euro für alle Versicherungsfälle eines Jahres (statt bislang 1.924.560 Euro).

Die Haftpflichtexperten der Hans John Versicherungsmakler GmbH haben bei Versicherern, mit denen sie zusammenarbeiten, nachgefragt, wie sie darauf reagieren. Demnach wollen einige Gesellschaften die Summenanpassung bei Bestandskunden beitragsfrei durchführen, andere werden hingegen einen geringen Zuschlag erheben.

„Wir werden unsere Kunden in den kommenden Monaten individuell über ihre Möglichkeiten der Vertragsgestaltung informieren“, sagt Geschäftsführer Marc Hinrichsen und verweist darauf, dass ein erneuter Versicherungsnachweis gegenüber der IHK nicht erforderlich sein wird, da die Versicherer eine Globalerklärung abgeben werden.

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Autorin

Sabine

Groth

Sabine Groth schreibt seit über 20 Jahren schwerpunktmäßig über Geldanlage sowie weitere Finanz- und Wirtschaftsthemen, seit 2009 als freie Journalistin. Zu ihren Auftraggebern zählen vor allem Fachmagazine und -portale.

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