Schwarze Zahlen

Cyberversicherer haben sich wieder gefangen

Die Cyberversicherer sind 2022 wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das berichtet der Versichererverband GDV auf Basis aktueller Daten. Die Zahl der Hackerangriffe sank demnach, der Schadendurchschnitt legte aber zu. Die Details.
Ein Hacker am Werk
© picture alliance/Jochen Tack
Den Cyberversicherern wurden 2022 weniger Angriffe von Hackern gemeldet.

Die Cyberversicherer haben 2022 wieder schwarze Zahlen geschrieben. „Die Schaden-Kostenquote ist von fast 124 Prozent auf rund 78 Prozent gesunken“, sagt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Auf jeden Euro Beitragseinnahmen kämen somit 78 Cent an Kosten für Schäden und Verwaltung.

Im vergangenen Jahr wurden den Versicherer weniger Hackerangriffe gemeldet. „Die Anzahl der Schäden ging um rund 5 Prozent auf knapp 2.900 zurück”, sagt Asmussen. Der Schadendurchschnitt legte aber von 37.000 Euro auf 42.000 Euro zu. Dadurch kletterten die Gesamtleistungen um 8 Prozent auf 121 Millionen Euro. Das Prämienvolumen legte aber noch deutlicher zu: Die Versicherer nahmen mit 249 Millionen Euro etwa 56 Prozent mehr ein als 2021.

Wachstum und Schadenentwicklung setzen sich laut GDV auch in diesem Jahr fort. „Wir beobachten im ersten Halbjahr steigende Beitragseinnahmen, aber gleichzeitig auch einen deutlich wachsenden Schadenaufwand “, sagt Asmussen.

Angesichts steigender Schäden fordern die Versicherer, dass sich vor allem mittelständische Unternehmen stärker gegen Cyberattacken wappnen. „Wir sehen bei den meisten Unternehmen noch große Sicherheitslücken“, so der GDV-Hauptgeschäftsführer. Bei der IT-Sicherheit müsse noch mehr getan werden. „Der Mittelstand hat noch nicht alle Präventionsmöglichkeiten ausgeschöpft“, sagt Asmussen.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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