Zulassungsstelle? Nö!

Verbraucher können ihr Auto bald über den Versicherer anmelden

Zur Zulassung des eigenen Autos aufs Amt rennen? Das muss bald nicht mehr sein. Denn ab September können Autokäufer bei vielen KFZ-Versicherern die Zulassung für ihr Auto beantragen.
© pa / dpa Themendienst | Arne Immanuel Baensch
Ein Schild weist auf eine KFZ-Zulassungsbehörde in Berlin hin.

Der Bundesrat hat heute den Ausbau der internetbasierten Zulassung beschlossenen. Und das macht die Zulassung von Autos einfacher. So müssen Autokäufer ab September nicht zur Zulassungsstelle – sie können auch bei ihrem KFZ-Versicherer die Zulassung des Wagens beantragen.

„Die Digitalisierung der Verwaltung macht damit einen echten Schritt nach vorn – und die Versicherer gehen ihn gerne mit“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen. „Die Zulassung über den KFZ-Versicherer wird den Autokauf oder die Ummeldung nach einem Umzug für viele Menschen deutlich schneller, einfacher und unbürokratischer machen.“

Bisher konnten nur Privatpersonen mit dem elektronischen Personalausweis ein Auto über das Internet zulassen. Künftig dürfen sie auch Unternehmen wie KFZ-Versicherer mit der Online-Zulassung beauftragen und dabei ihre Identität in einem Video-Ident-Verfahren nachweisen. „Schon heute ist der Abschluss der KFZ-Versicherung vom Sofa aus möglich. Künftig können sich Autokäufer auch den Gang zur Zulassungsstelle sparen, ohne dafür den elektronischen Personalausweis nutzen zu müssen“, sagt Asmussen.

Einer Studie der Wirtschaftsprüfer PWC zufolge wird die Online-Ausweisfunktion des Personalausweises bislang nur von 7 Prozent der Deutschen genutzt. Und da Autos nur dann zugelassen werden, wenn der Halter eine gültige KFZ-Haftpflichtversicherung nachweist, stehen die Halter nach dem Kauf oder nach einem Umzug ohnehin mit ihrem Versicherer in Kontakt. Ab September können sie in vielen Fällen dabei auch gleich die Zulassung beantragen – sowohl online als auch vor Ort beim Versicherer.

Das Bundesverkehrsministerium geht davon aus, dass perspektivisch jedes zweite Auto nicht mehr persönlich vom Autokäufer, sondern von KFZ-Versicherern oder anderen Dienstleistern internetbasiert zugelassen wird. Für das neue Verfahren erhalten diese bis September die Möglichkeit, über eine eigene Schnittstelle Daten mit dem Kraftfahrt-Bundesamt auszutauschen.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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