Wenn es um die Frage nach finanzieller Freiheit geht, haben die Deutschen einen ganz klaren und eher bescheidenen Favoriten: Sie wollen in allen Lebenslagen finanziell unabhängig sein. 63 Prozent sagen das, und dann kommt erstmal eine Weile nichts. 11 Prozent verstehen darunter, sich finanzielle Träume erfüllen zu können, und 9 Prozent, dass sie nicht mehr zu arbeiten brauchen. Das gesamte Ergebnis zu dieser Frage zeigt die folgende Grafik.

Das geht aus dem aktuellen „Financial Freedom Report“ hervor, in dem die Lebensversicherung von 1871 zum zweiten Mal nach finanzieller Freiheit fragte. 2.500 volljährige Menschen in Deutschland nahmen daran teil.
Dabei sind nicht etwa Unsummen nötig, um den Menschen die gewünschte Freiheit zu bringen. Rund 15 Prozent würden sich mit bis zu 1.000 Euro zufrieden geben, über die sie frei verfügen dürften. 17 Prozent sehen sich zwischen 1.000 und 2.000 Euro, und die mit 25 Prozent größte Gruppe wünscht sich eine Stufe höher: 2.000 bis 3.000 Euro. Von da an geht es schon wieder zurück, wie die folgende Grafik zeigt.

Bemerkenswert ist, dass Frauen deutlich bescheidener auftreten als Männer. So benötigen 11 Prozent der Männer mehr als 8.000 Euro für ihre Freiheit, aber nur 5 Prozent der Frauen. Im Gegenzug wären 30 Prozent der Frauen mit 2.000 bis 3.000 Euro zufrieden, aber nur 21 Prozent der Männer.
Auf jeden Fall ist in der Umfrage deutlich zu erkennen, dass die stark steigenden Preise und die schwächeren Wirtschaftsaussichten in den Köpfen der Menschen angekommen sind. Denn dieser Aspekt liegt bei den aktuellen Sorgen mit 71 Prozent weit vorn. Es folgenden die Furcht vor Krieg, Terror und Gewalt mit 63 Prozent und Gefahren für die Demokratie mit 50 Prozent. Erst dann kommt der Klimawandel mit 43 Prozent. Gar keine Sorgen macht sich übrigens nur ein Prozent der Befragten.
Seite 2: Gefühle und veränderter Umgang mit Geld
Auch nicht schön sind die Antworten auf die Frage, wie sich die Menschen mit Blick auf ihr Geld fühlen. Entspannt sind 15 Prozent und abgesichert fühlen sich 9 Prozent. Aber jeder Vierte zeigt sich beunruhigt und jeder Fünfte bekommt Angst vor der Zukunft. 14 Prozent sorgen sich um die Rente.

Dazu passt die Frage, was die aktuelle Situation mit den Menschen und ihrem Geld gemacht hat. Wie sie nun damit umgehen. Dabei führt die Auskunft, dass die Befragten an alltäglichen Dingen sparen, auch Energie (35 Prozent). Nichts verändert haben 27 Prozent, und eine ähnlich hohe Zahl plant die eigenen Finanzen nun bewusster. Aber durchaus bedeutende Anteile sparen weniger oder gar nicht mehr. Hier ist die Übersicht.

Ein weiteres Ergebnis ist zweischneidig. Denn zwar zeigen sich 39 Prozent der Befragten mit ihren persönlichen Finanzen „eher zufrieden“ und 11 Prozent sogar „sehr zufrieden“. Allerdings sind 22 Prozent „weniger zufrieden“ und 12 Prozent sogar unzufrieden. Macht in der Summe immerhin jeden Dritten, der mit dem Geld hadert. Wobei insbesondere die 40- bis 49-Jährigen besonders selten zufrieden sind.
Und dann geht es um die Rente. Tatsächlich würde mehr als jeder zweite Befragte (55 Prozent) gern im Alter zwischen 50 und 60 Jahren in Rente gehen. 10 Prozent sogar nur zwischen 40 und 50 Jahren. In der üblichen Altersspanne zwischen 60 und 70 Jahren sehen sich nur 19 Prozent. Und tatsächlich gibt es Menschen, die gern ihr Leben lang arbeiten würden, nämlich 3 Prozent der Befragten.
Die gesamten Umfrageergebnisse können Sie hier herunterladen.
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