Gehen wir zehn Jahre zurück, so wurden Texte für Webseiten primär für die Suchmaschine geschrieben. Eine bestimmte Anzahl an Keywords gemessen an der Textlänge und man hatte nahezu schon ein Garant für ein gutes Ranking. Zurück ins Jetzt verdrehen Redakteure die Augen, wenn die Anforderung lautet „Schreibe einen SEO-Text“ – vollkommen zu Recht.
Denn inzwischen geht man weg vom klassischen Denken, dass SEOs rein für die Suchmaschine optimieren – hin zu dem Gedanken: Wenn es dem User gefällt, gefällt es auch der Suchmaschine. Nicht zuletzt seit der Einführung der drei Grundsäulen des EAT (Englisch für Expertise – Authority – Trust) verlässt sich Google immer mehr darauf, dass der Leser den Content mag und als vertrauenswürdig betrachtet.
Für die Versicherungsbranche ist das eine besondere Herausforderung. Nicht nur die Expertise muss stimmen, sondern vor allem der Trust, also das Vertrauen. Finanz- und Versicherungsbranche vermitteln sensible Inhalte und fallen in den Branchenbereich des Your Money Your Life (kurz: YMYL). Geht es um das Leben oder das Geld des Nutzers, so muss man qualitativ besonders guten Inhalt abliefern, um erfolgreich bei Google platziert zu werden.
Der erste Berührungspunkt des Nutzers mit dem Vermittler ist nicht die Webseite selbst, sondern wie sich dieser in den Suchergebnissen präsentiert. Eine Zeile Titel und zwei Zeilen Beschreibung. Das ist der Platz, den Vermittlerinnen und Vermittler haben, um den Nutzer zu einem Klick auf die eigene Seite zu bewegen.
Diese drei Zeilen machen häufig den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg. Ein guter Titel hat eine angemessene Länge und beinhaltet die wesentlichen Keywords. Beispielsweise das Produkt oder die Dienstleistung. In der Description (Beschreibung) wird der Inhalt der Seite und/oder das Angebot kurz angerissen und in Stichpunkten beschrieben. Der Preis, die Vorteile eines Produkts oder ein Call-to-Action können hier verwendet werden.
Beides zusammen soll dem Nutzer Lust machen, auf die Webseite zu gehen. Wichtig dabei: Auf der Webseite sollten Vermittler dann auch das bieten, was sie im Titel und der Beschreibung angekündigt haben.
Bilder, und vor allem Grafiken, haben mehrere Vorteile: Sie lockern längere Texte auf und verbildlichen das Geschriebene. Komplizierte Versicherungskonstrukte lassen sich bildlich leichter erklären als mit 300 Wörtern. Einmal diese Grafiken erstellt, kann man diese auch für Social Media nutzen. Gerade Grafiken laden zur Interaktion ein. Provokante Inhalte, interessante Diskussionen und man bleibt den Leuten in Erinnerung.
Bei Bildern und Grafiken sollten Vermittler neben dem Inhalt auch auf das Dateiformat und die Größe achten. Hochauflösende 4-Megabyte-Bilder im PNG-Format sind hier eher suboptimal. Die beste Performance erzielt man mit dem WEBP-Format und vernünftig web-optimierten Bildern. Das Bilder-SEO sollten Vermittler hier nicht vernachlässigen – das gehört zu gutem SEO einfach dazu.
LCP, FID, CLS… klingt ähnlich wie GKV, PKV, BU, DU und wie sie alle heißen. Grundsätzlich gilt: Immer mehr Nutzer surfen auf ihren mobilen Endgeräten, heißt: es muss schnell gehen. Große Bilder, schlechte Auflösung der Webseite… all das wirkt sich schlecht auf die Core Web Vitals aus – und auf das Nutzerverhalten.
Studien haben herausgefunden, dass über 80 Prozent der Besucher erwarten, dass eine Webseite in unter drei Sekunden lädt. Je länger eine Seite lädt, umso konzentrierter und frustrierter sind die User. Entsprechend sinkt bei steigender Frustration die Conversation Rate.
Wer kennt es nicht: Man surft auf Google und es fallen Karten, Bilder oder FAQs bereits in den Suchergebnissen auf. All diese Features von Google verdrängen den Vermittler und seine Konkurrenz in der Suchergebnisliste weiter nach unten. Wieso also nicht diese kleinen Hilfsmittel verwenden, um selbst mehr Platz in den Google-Suchergebnissen einzunehmen?
Strukturierte Daten helfen der Suchmaschine, die Seite besser zu lesen. So können beispielsweise FAQs, Videos und Pro-/Contra-Listen ausgezeichnet werden und bestenfalls in den Google-Suchergebnissen angezeigt werden. Dann ist es der Vermittler, der die Konkurrenz nach unten verdrängt und der mehr Platz hat, sich und sein Unternehmen zu präsentieren.
Kunden gewinnen auf Autopilot und ohne Aufwand – wer das denkt, hat es nicht verstanden. SEO ist ein bisschen Wissen gepaart mit viel Fleiß und viel Geduld. Der Erfolg bei der Suchmaschinenoptimierung zahlt sich aber langfristig aus, denn Rankings zu gewinnen ist deutlich schwerer, als Rankings zu verteidigen.
Michael Glorius ist seit Jahren im Online-Marketing zu Hause und Geschäftsführer der one2marketing GmbH. In seinem 2-Tage-Intensiv-Workshop bringt er Vermittlern und anderen Interessierten die Grundlagen von SEO bei und wie eine Webseite erfolgreich aufgebaut wird.
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