Personalmangel

Lauterbach plant verbindliche Zahl an Pflegekräften in Kliniken

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will Krankenhäuser zu einer ausreichenden Zahl an Pflegekräften verpflichten. Das geht aus aktuellen Gesetzesplänen hervor.
Gesundheitsminister Lauterbach
© picture alliance/dpa | Christophe Gateau
Will den Pflegemangel bekämpfen: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will dem Pflegemangel hierzulande an den Kragen. Aktuellen Gesetzesplänen seines Ministeriums zufolge sollen Kliniken bald zu einer ausreichenden Zahl an Pflegekräften verpflichtet werden. Darüber berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Eine angemessene Personalausstattung sei essenziell für die Qualität der Patientenversorgung und auch für die Arbeitssituation der Pflegekräfte, wird Lauterbach zitiert. Pflegekräfte seien extrem belastete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Nur wer sie gut bezahlt, Überstunden ausgleicht, ihre Stationen gut besetzt, wird am Arbeitsmarkt Pflegekräfte halten oder neue gewinnen“, so der Gesundheitsminister weiter.

Schon 2023 soll es losgehen

Laut dem Bericht hat das Kabinett dem Gesetzesentwurf bereits zugestimmt. Vorbehaltlich der Zustimmung durch Bundestag und -rat soll es mit einer schrittweisen Einführung ab dem 1. Januar 2023 in zunächst ausgewählten Kliniken losgehen. Darauf sollen Vorgaben für die Personalbemessung folgen. Und ab 2025 sollen diese laut dem RND dann „scharf gestellt“ und sanktioniert werden.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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