Urlaub mit Rasen

Wann Autofahren im Ausland richtig teuer wird

Andere Länder, andere Regeln – wer auf Straßen im Ausland etwas verbockt, muss mit hohen Strafen rechnen. Und damit, dass deutsche Behörden sie eintreiben. Die R+V Versicherung warnt davor, so etwas zu unterschätzen und hat ein paar Tipps parat.
Unterschiedliche Tempolimits auf der Autobahn in Frankreich – je nach Wetter
© picture alliance / Joaquim Ferreira
Unterschiedliche Tempolimits auf der Autobahn in Frankreich – je nach Wetter

Wer sich aus dem Autoparadies Deutschland hinaus begibt und anderswo Auto fahren will, sollte genau wissen, worauf er oder sie sich einlässt. In anderen Ländern gelten andere – meist härtere – Regeln als in Deutschland. Nicht selten richten sie sich sogar nach Tageszeit oder Wetter.

Darauf weist die R+V Versicherung ausdrücklich hin und nennt als Beispiel Autobahnen in Österreich, auf denen man nachts langsamer fahren muss. Nämlich 110 Kilometer in der Stunde von 22 bis 5 Uhr, anstatt der üblichen 130. In Italien und Frankreich gelten dieselben Limits, allerdings für Regen und Schnee. Dabei schützt Unwissenheit auf keinen Fall. „Die Strafen müssen Reisende auch dann bezahlen, wenn sie eine bestimmte Regel nicht kannten“, sagt Rico Kretschmer, Abteilungsleiter Schadenmanagement.

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Ab 70 Euro inklusive Verfahrenskosten helfen deutsche Behörden seit einigen Jahren dabei, im Ausland verursachte Bußgelder hier einzutreiben. Bei Strafen aus Österreich geht das sogar schon ab 25 Euro plus Verwaltungskosten. Immerhin gilt das nur für Geld und nicht etwa Fahrverbot oder Punkte in Flensburg. Hinzu kommt allerdings, dass die Strafen im Ausland oft um einiges härter sind als hierzulande. Laut R+V sind in der Schweiz bei schweren Verstößen bis zu 10.000 Franken Bußgeld drin, das sind über 9.000 Euro.

Im Folgenden liefert der Versicherer fünf besondere Tipps, die sich Im-Ausland-mit-dem-Auto-Reisende durchaus ansehen sollten:

  • Warnwesten sollten zur Standardausrüstung gehören. In den meisten Ländern sind sie bereits Pflicht.
  • Drastische Strafen drohen bei Alkohol am Steuer. In Italien kann das Auto enteignet und zwangsversteigert werden. In Spanien wird Autofahren unter Alkohol unter Umständen mit Gefängnis bestraft.
  • Telefonieren am Steuer ist seit 2018 in allen europäischen Ländern verboten. Als letztes Land hat Schweden diese Regelung erlassen.
  • In Österreich kann die Polizei eine Blaulichtsteuer in Höhe von 36 Euro verlangen, wenn sie bei einem Bagatellunfall unnötigerweise gerufen wurde.
  • In Spanien gibt es 50 Prozent Rabatt auf Bußgelder, wenn sie innerhalb von 20 Tagen bezahlt werden. Andersherum in Griechenland: Die Geldbußen verdoppeln sich, wenn sie nicht innerhalb von zehn Tagen beglichen werden. Wer über eine rote Ampel fährt, muss dann 1.400 statt 700 Euro bezahlen.

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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