Umfrage der Gothaer

Warum und wie der Mittelstand nachhaltig werden will

Die aktuelle „Gothaer KMU-Studie“ zeigt, welcher Buchstabe des Nachhaltigkeitskürzels ESG dem Mittelstand besonders am Herzen liegt und was er zu tun gedenkt. Sie offenbart aber auch einen Widerspruch.
Solardach auf dem Lande
© Roy Buri / Pixabay
Flächendeckend Solarnergie? Der Mittelstand will verstärkt sauberen Strom beziehen

Wenn es um Nachhaltigkeit geht, ist es dem deutschen Mittelstand am wichtigsten, das Unternehmen verantwortungsvoll zu führen. Damit ist das G in ESG (steht für Umweltschutz, Soziales und Unternehmensführung) für 44 Prozent der wichtigste Buchstabe. Soziale Gerechtigkeit steht bei 35 Prozent ganz vorn und die Umwelt bei den restlichen 21 Prozent.

Das geht aus der „Gothaer KMU-Studie“ der Gothaer hervor. Für die befragte das Meinungsforschungsinstitut Heute & Morgen rund 1.000 kleine und mittelgroße Unternehmen, sogenannte KMU.

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Womit die Rangfolge der Buchstaben ESG geklärt wäre. Anschließend lässt sich feststellen, dass Nachhaltigkeit bei einem Viertel der Befragten inzwischen hoch relevant ist. Insgesamt finden sie 78 Prozent mindestens einigermaßen relevant („moderat relevant“).

Und warum? Im Durchschnitt handeln 38 Prozent der Befragten aus eigener Überzeugung. Wobei die Quote bei Kleinstbetrieben mit maximal zehn Leuten sogar bei 55 Prozent liegt. 33 Prozent wollen sich per Nachhaltigkeit für die Kunden hübsch machen, und 31 Prozent erhoffen sich ein besseres Image. Die weiteren Gründe zeigt die Grafik.

Doch was wollen die Befragten konkret unternehmen? Mehr als sie Hälfte (57 Prozent) will sich darum kümmern, dass sie saubere Energie verbraucht. Genau die Hälfte will Waren und Dienstleistungen sozial und umwelttechnisch verträglich beziehen. Die weiteren Pläne zeigt die folgende Übersicht.

Allerdings legt die Studie auch einen Widerspruch offen. Denn zwar wollen 40 Prozent der Befragten in den kommenden Jahren weniger Kohlendioxid (CO2) ausstoßen. Doch nur 16 Prozent kennen ihren aktuellen CO2-Fußabdruck.

Dort will die Gothaer ansetzen, indem sie anbietet, für Unternehmen kostenlos den Fußabdruck zu ermitteln und sie dazu zu beraten. Die Initiative nennt sie 500-50-5. „Im Rahmen dieser Initiative wollen wir 500 Unternehmen helfen, ihren CO2-Ausstoß in den kommenden fünf Jahren um 50 Prozent zu reduzieren“, erklärt Thomas Bischof, Vorstandschef der Gothaer Allgemeine.

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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