Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hat sich entschieden, welche sechs Hauptrisiken die Finanzwirtschaft bedrohen. Sie betreffen – direkt oder indirekt – auch die Versicherungsbranche. Folgende sechs Punkte enthält der Bericht „Risiken im Fokus der Bafin“ somit:
Dabei betreffen die Punkte 2, 3 und 4 die Versicherer vor allem in ihrer Rolle als Investoren. Indem sie Anleihen, Häuser, Grundstücke und zu geringem Teil auch Aktien kaufen beziehungsweise Kredite vergeben. An diesen Märkten sieht die Bafin erhöhte Risiken, die sich je nach Markt aus gestiegenen Preisen, drohender Rezession, Inflation und steigenden Zinsen speisen. Preise und Kurse könnten somit sinken oder gar einbrechen, Kredite könnten ausfallen. Wobei die Bafin Lebensversicherer vor allem auf dem Markt für Gewerbeimmobilien unterwegs sieht.
Bei Punkt 1, dem Niedrigzinsumfeld, spielt die Bafin – nicht ganz neu – darauf an, dass niedrige Zinsen insbesondere früher einmal ausgesprochene Garantien gefährden. Zwar heißt es einschränkend, dass „die Lebensversicherungssparte aktuell überwiegend robust dasteht“. Aber auf der Hut sein sollte man trotzdem.
Daneben sieht die Behörde das Risiko, dass Kunden Produkte verkauft bekommen, die nicht zu ihnen passen. Zum Beispiel welche ohne Garantien oder mit übertriebenen Renditeaussichten, heißt es.
Cyber-Risiken hingegen sieht die Bafin als besonders stark wachsendes Risiko. Entscheidend sei somit, wie sich Finanzunternehmen vor Angriffen und internen Problemen schützen, und wie widerstandsfähig ihre Technik ist. Die Bafin wolle deshalb bei Unternehmen eben diese IT verstärkt prüfen und dann sehen, was zu tun ist.
Als Zukunftsrisiken hat die Bafin übrigens die Digitalisierung und Nachhaltigkeit ausgemacht. Beide will sie verstärkt auf den Schirm nehmen.
Den gesamten Bericht können Sie hier herunterladen.
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