In den meisten europäischen Ländern liegen die Kosten für Elektrofahrzeuge der Kompakt- und Mittelklasse bereits unter denen von Verbrennern. Und in den wenigen Ländern, in denen E-Autos noch nicht in derselben Liga wie herkömmliche Fahrzeuge spielen, hat sich der Preisunterschied deutlich verringert. Das zeigt der aktuelle „Car Cost Index“ des niederländischen Leasing-Anbieters Lease Plan, der mittlerweile in seiner sechsten Ausgabe vorliegt.
Der Index beleuchtet die Gesamtbetriebskosten von Fahrzeugen – einschließlich Treibstoff/Strom, Wertverlust, Steuern, Versicherung und Instandhaltung – in insgesamt 22 europäischen Ländern. Die Studienautoren sind sich sicher: Setzt sich der derzeitige Trend fort, werden Elektrofahrzeuge in ganz Europa bis Mitte der 2020er Jahre auf demselben Kostenniveau liegen wie herkömmliche Autos.
Was Deutschland betrifft, so ist ein reiner Stromer der gehobenen Mittelklasse mit 760 Euro monatlichen Unterhaltungskosten hierzulande bereits 200 Euro günstiger als ein Diesel (960 Euro) und mehr als 100 Euro als ein Benziner (878 Euro). Auch ein Plug-in-Hybrid liegt der Untersuchung zufolge mit insgesamt 851 Euro Unterhalt deutlich unter einem Diesel, ist vergleichbar mit einem Benziner, aber fast 100 Euro teurer als ein reines E-Auto (siehe Grafik).

„Elektrofahrzeuge sind in Deutschland endlich erschwinglich und wettbewerbsfähig“, sagt Roland Meyer, Geschäftsführer von Lease Plan Deutschland. „Wichtig ist es nun, in eine Ladeinfrastruktur zu investieren. Wir müssen hier jetzt unbedingt mehr Gas geben.“
Die durchschnittlichen Kosten für das Fahren eines Autos über alle Antriebsarten fallen in Europa sehr unterschiedlich aus und reichen von 743 Euro in Griechenland bis zu 1.138 Euro in der Schweiz. Deutschland ist mit 838 Euro das viertgünstigste Land.
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