Für das kommende Jahr ergeben sich für rund fünf Millionen Autofahrer und 56 Bezirke höhere Regionalklassen in der Kfz-Versicherung. Etwa 4,2 Millionen Autofahrer und 52 Bezirke werden in günstigeren Regionalklassen einsortiert. Das gab der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bekannt. Weitere 305 Bezirke und circa 32,8 Millionen Autofahrer bleiben demnach in den Regionalklassen des Vorjahres eingestuft.
Grundsätzlich gilt: Je besser die Einstufung in der Regionalklasse, desto günstiger wirkt es sich auf den Versicherungsbeitrag der Kfz-Versicherung aus. Allerdings lässt sich über eine Veränderung bei der Regionalklasse keine Aussage über die Entwicklung des gesamten Kfz-Versicherungsbeitrages treffen. Die Regionalstatistik des GDV ist für Versicherer unverbindlich. Sie kann ab sofort für Neuverträge und für bestehende Verträge zur Hauptfälligkeit, meist der 1. Januar, angewendet werden.
Dem GDV zufolge sehen die Schadenbilanzen insbesondere in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern gut aus. „Die bundesweit beste Schadenbilanz in der Kfz-Haftpflichtversicherung errechneten die Statistiker des GDV für die Prignitz in Brandenburg – hier waren die Schäden 30 Prozent niedriger als im bundesweiten Durchschnitt“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.
Dabei beziehe sich der auf den Bundesdurchschnitt mit dem Wert 100. Liegt der Wert darunter, sei die Schadenbilanz der Region besser als der Schnitt. Ist der Wert dagegen höher, sei die Schadenbilanz schlechter. Für die Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es 12 Regionalklassen. Der Bundesdurchschnitt 100 entspricht in der Kfz-Haftpflichtversicherung der Regionalklasse 6.

Dagegen gelten insbesondere in Großstädten sowie in Teilen Bayerns eher hohe Regionalklassen. „Die schlechteste Schadenbilanz hatte wie schon in den Vorjahren Berlin. Dort waren die Schäden mehr als ein Drittel höher als im Bundesdurchschnitt“, sagt Asmussen.
Auch in den Kasko-Versicherungen ändern sich durch die aktuelle GDV-Regionalstatistik für viele Autofahrer die Regionalklassen: Für fast 3,5 Millionen Voll- oder Teilkaskoversicherte gelten künftig bessere, für gut 2 Millionen höhere Einstufungen. Für fast 85 Prozent beziehungsweise rund 31,2 Millionen bleibt alles beim Alten.
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