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Neues aus den Ideenschmieden der Versicherer

Die LVM hat ihren BU-Schutz für Schüler attraktiver gemacht, die Gothaer hat ein Update in der Industriehaftpflicht durchgeführt, R+V versichert jetzt Corona-Tests in Firmen, die LV 1871 will mit ihrer BU auch bei jungen Menschen glänzen, Maxpool startet eine Maklerrente, die Haftpflichtkasse hat ihre Hausratversicherung um einen Fahrrad-Schutzbrief erweitert, in der bKV der Allianz gibt es neue Budgetpakete und Services, und die VPV hat ihre Risikolebensversicherung leicht verändert.
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Das Logo der LVM an einer Gebäudefassade: Der Versicherer hat BU-Leistungs-Updates speziell für Schüler durchgeführt.
LVM überarbeitet BU-Schutz für Schüler

Der Versicherer LVM hat an seinem Berufsunfähigkeitsschutz (BU) für Schüler herumgetüftelt. Die wichtigste Neuerung: Ab sofort lässt sich die Versicherung schon für Schüler ab einem Alter von zehn Jahren abschließen. Vorher lag die Grenze bei 15 Jahren.

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Darüber hinaus gilt „Schüler“ im Sinne der Vertragsbedingungen bei der LVM neuerdings uneingeschränkt als Beruf. Entsprechend genießt, wer noch die Schulbank drückt, vom ersten Tag der Vertragslaufzeit an BU-Schutz. Die vereinbarte BU-Rente zahlt die LVM dann, wenn der Schüler nur zu 50 Prozent oder weniger am Unterricht teilnehmen kann – und das mindestens sechs Monate lang.

Zugleich führt die Aufnahme des Schülers in die Berufsklassifizierung der LVM dazu, dass er im Falle einer Berufsunfähigkeit – genauso wie im späteren Berufsleben – nicht verwiesen werden kann – beispielsweise auf eine andere Schulform oder eine alternative Ausbildung. 

Gothaer mit Update in der Industriehaftpflicht

Die Industriehaftpflichtversicherung der Gothaer präsentiert sich in einem neuen Licht. Das wichtigste Leistungs-Update: Erstmals besteht die Möglichkeit, die erweiterte Produkthaftpflichtversicherung um eine offene Vermögensschadendeckung zu erweitern. 

Die Versicherungssumme für die Absicherung von Personen-, Sach- und Vermögensschäden durch das Betriebs- oder Produktrisiko beginnt bei 5 Millionen Euro und kann je nach individuellem Bedarf angepasst werden. Der Rückruf von Produkten und deren Teile ist automatisch versichert. Der Versicherungsschutz kann um den Rückruf von Kfz-Teilen erweitert werden.

Außerdem wurden die Umwelthaftpflichtversicherung und Umweltschadensversicherung in der Umweltrisikoversicherung zusammengefasst. Dieses Risiko ist mit 5 Millionen Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden – zweifach jahresmaximiert – einschließlich Schäden auf eigenen Grundstücken und am Grundwasser sowie optional schädlicher Bodenveränderung nach dem Bundes-Bodenschutzgesetz bis jeweils eine Million Euro abgesichert. Auch sind nun die notwendigen Kosten eines Krisenberaters versichert, der im Fall der Fälle unterstützt. 

Die Produkthaftpflichtversicherung kann zudem optional um eine offene Vermögensschadenversicherung erweitert werden. Diese bietet Versicherungsschutz für Folgeschäden mangelhafter Erfüllung, insbesondere für Nutzungsausfall, Betriebsunterbrechung oder Produktionsausfall beim Abnehmer des Versicherungsnehmers. Lange galten diese Vermögensschäden als nicht versicherbar. 

R+V versichert Corona-Tests in Firmen

Um die Pandemie zu stoppen, fordern Bund und Länder regelmäßige Corona-Tests in Fabriken und Büros. Die R+V unterstützt Arbeitgeber, die ihre Belegschaft auf diese Weise vor einer Infektion schützen. Bei Firmenkunden mit einer R+V-Betriebshaftpflichtversicherung sind diese Tests beitragsfrei mitversichert. Dabei ist es unerheblich, ob die Firmen Schnelltests oder PCR-Tests anbieten.

Sollte es bei den getesteten Mitarbeitern zu Komplikationen wie etwa Verletzungen im Mund-Rachen-Raum kommen, springt die Versicherung ein. Voraussetzung für die Haftung ist, dass die Unternehmen die Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes einhalten und beispielsweise das zuständige Personal vorher entsprechend schulen lassen. Erlaubt sind die Tests zudem nur bei symptomfreien Menschen.

Firmen, die neben ihren Mitarbeitern auch Betriebsfremden, wie etwa Kunden oder externen Dienstleistern, Tests anbieten wollen, können dafür bei der R+V ebenfalls Versicherungsschutz erhalten – allerdings ist diese Zusatzleistung mit Kosten verbunden.

LV 1871 macht „Golden BU“ interessanter für junge Menschen

Die LV 1871 hat die Leistungen in ihrer „Golden Berufsunfähigkeitsversicherung“ (BU) für junge Menschen verbessert: Studenten vieler Studiengänge können jetzt bis zu 2.000 Euro monatlich absichern. Für viele Auszubildende beträgt die maximale Absicherungssumme nun 1.500 Euro im Monat. Das gilt für den Großteil der kaufmännischen und medizinisch-technischen Ausbildungsberufe sowie insbesondere für wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge, Ingenieursstudiengänge, Jura und Medizin. 

Und auch die Regelungen zur Leistungsprüfung wurden verändert: So wird in den neuen Bedingungen konkretisiert, wann Studenten als berufsunfähig gelten, wobei auf den tatsächlichen Studienalltag abgestellt wird. Auch bei Auszubildenden ergibt sich eine Veränderung in der Leistungsprüfung: Ab sofort stellt die LV 1871 entweder auf die Ausbildungsfähigkeit oder auf den angestrebten Ausbildungsberuf ab – es gilt der für den Versicherten vorteilhaftere Bezug.

Anpassungen der Versicherungssumme sind ab sofort zudem nicht mehr nur bei 16 Lebensereignissen möglich, sondern auch bei Abschluss einer akademischen Weiterqualifizierung. Das gilt ebenso beim Wechsel aus einem mindestens ein Jahr laufenden sozialversicherungspflichtigen Teilzeitjob oder befristetem Arbeitsverhältnis in eine unbefristete Vollzeitstelle.

Außerdem hat die LV 1871 auch ihre Zukunftsgarantie überarbeitet: Versicherte können ihre Berufseinstufung sowie die Obergrenze für die Nachversicherungsgarantie jetzt auch bei einem Schulwechsel oder der Versetzung in die gymnasiale Oberstufe überprüfen lassen. Während eine Verdopplung der BU-Rente bislang lediglich beim Abschluss eines Studiums oder einer Ausbildung möglich war, kann sie nun auch zum Beginn eines Studiums oder einer Ausbildung vorgenommen werden – maximal bis zu den für den jeweiligen Beruf geltenden Höchstrenten.

Maxpool startet Maklerrente

Maxpool bietet seinen Vertriebspartnern ab sofort Alterssicherungsmodelle an, mit denen sie ihren Bestand am Ende ihres Berufslebens verkaufen oder verrenten können. Sowohl eine Auszahlung als Einmalbetrag als auch in Form von Raten ist möglich. Bei der Verrentung stehen eine planbare Rente und eine chancenorientierte Rente inklusive Hinterbliebenenschutz zur Auswahl.

„Bei der planbaren Rente erhält der Makler 90 Prozent auf die laufende Bestandscourtage mit reaktiver Bestandsbetreuung“, erklärt Prokuristin Cigdem Gin von Maxpool. „In diesem Modell ist jedoch mit Abrieb zu rechnen und somit wird sich die Rente über die Laufzeit verringern. Aus diesem Grund gilt unsere Empfehlung der chancenorientierten Rente. Hier erhält der Makler 70 Prozent der laufenden Bestandscourtage inklusive Hinterbliebenenschutz.“ Mit dabei sei zudem eine aktive Bestandsbetreuung, die dafür sorge, dass die Rente „Jahr für Jahr steigt“, so Gin weiter.

Wie hoch die Maklerrente in etwa ausfallen wird, können Makler bereits im Voraus mithilfe eines von Maxpool angebotenen Rentenrechners berechnen.

Haftpflichtkasse bietet Fahrrad-Schutzbrief in Hausratversicherung an 

In Kooperation mit der Roland Schutzbriefversicherung hat die Haftpflichtkasse die Möglichkeit eines Fahrrad-Schutzbriefs in ihre Hausratversicherung integriert. So lassen sich Fahrräder versichern, die nicht versicherungspflichtig sind und nicht gewerblich genutzt werden. Hierzu zählen nicht nur klassische Räder, sondern unter anderem auch Pedelecs und E-Bikes.  

In den Hausrattarifen „Einfach Besser“ und „Einfach Komplett“ ist zwar eine Absicherung gegen Diebstahl bis 10.000 Euro bereits inkludiert. Mit dem neuen Fahrrad-Schutzbrief erweitert die Haftpflichtkasse ihr Angebot unter anderem um eine mobile Pannenhilfe, das Bereitstellen eines Ersatzrades oder die Übernahme von Hotelkosten. Das Angebot ist für die ganze Familie zu einem Beitrag von 21 Euro netto im Jahr erhältlich.

Allianz mit neuen Budgetpaketen und Services in der bKV

Die Allianz Private Krankenversicherung (APKV) hat ihrer Produktfamilie in der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) mit „Gesundx – die Extraportion Gesundheit“ einen neuen Namen gegeben und gleichzeitig das Portfolio um Budgetangebote erweitert.

Das neue Konzept soll Arbeitgebern mehr Gestaltungsspielraum bieten: Über die bekannten elf Bausteintarife können sie weiterhin gezielt Schwerpunkte in der Gesundheitsvorsorge ihrer Belegschaft setzen. Firmen, die ihre Mitarbeiter frei entscheiden lassen wollen, welche Gesundheitsleistungen diese in Anspruch nehmen, können ihnen eines von drei neuen kompakten Gesundheitspaketen mit einem festen jährlichen Budget zur Verfügung stellen. Auch die Kombination der Budgetpakete mit einem oder mehreren Bausteinen ist möglich.

Entscheiden sich Firmen für eine Budgetvariante, stehen ihnen mit „Mein Gesundheits-Budget“, „Mein Gesundheits-Budget Plus“ und „Mein Gesundheits-Budget Best“ drei Leistungspakete zur Auswahl. Wie hoch das Budget ist, das sie pro Jahr und Person für Gesundheitsleistungen zur Verfügung stellen, legen die Arbeitgeber selbst fest – fünf Budgetstufen zwischen 300 und 1.500 Euro sind möglich. Mitarbeiter können dann alle versicherten Leistungen so lange und oft in Anspruch nehmen, bis ihre tariflich vereinbarten Höchstbeträge aufgebraucht sind.

Die Leistungen jedes Budgetpakets umfassen dabei immer Zahnbehandlungen und Zahnvorsorge, Behandlungen beim Heilpraktiker und Naturheilverfahren, Sehhilfen einschließlich operativer Korrekturen der Sehschärfe sowie Arznei-, Heil- und Hilfsmittel inklusive der gesetzlichen Zuzahlungen. Unterschiede gibt es bei der Erstattung von Zahnersatzleistungen: Im Plus- und Best-Paket belasten diese nicht das Budget, sondern werden, inklusive der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, zu 70 Prozent (Plus) beziehungsweise 90 Prozent (Best) von der APKV übernommen.

VPV überarbeitet Risikolebensversicherung

Die VPV hat ihren Tarif in der Risikolebensversicherung verändert. Neu sind unter anderem die Unterscheidung nach vier Berufsgruppen, die Abfrage des Status „Nichtraucher seit zehn Jahren“ sowie die Bewertung des BMI in der Tarifierung. 

Außerdem sind neue Personenmerkmale hinzugekommen. So sei es dem Versicherer möglich gewesen, auch die Preispositionierung am Markt zu verbessern.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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