Umfrage

Junge Familien durch Corona versicherungsaffiner geworden

Wie verhalten sich Versicherungskunden in Zeiten von Corona? Dieser Frage ist das Marktforschungsunternehmen „Heute und Morgen“ im Rahmen einer Umfrage auf den Grund gegangen. Vor allem junge Familien setzen sich demnach nun häufiger mit dem Thema Versicherungen auseinander. Und: Die Angst vor Pflegebedürftigkeit ist mit 26 Prozent größer als vor einer Corona-Ansteckung (18 Prozent).
© picture alliance / NurPhoto | Joan Valls
Eltern und Kinder tragen Gesichtsmasken: Vor allem junge Familien beschäftigen sich aufgrund von Corona häufiger mit Versicherungsthemen.

Jeder fünfte Versicherungskunde hierzulande (20 Prozent) hat sich während des Corona-Lockdowns verstärkt mit seinen Policen beschäftigt. Junge Familien taten dies sogar zu immerhin 27 Prozent. Das sind zentrale Ergebnisse der Studie „Wie die Versicherungskunden in Corona-Zeiten ticken“ aus dem Hause des Marktforschungsunternehmens „Heute und Morgen“.

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Die Experten unterschieden während der Umfrage zwischen vier Zielgruppen: „Junge Versicherungskunden“ (Studenten, Azubis, Berufseinsteiger, 18 bis 30 Jahre), „Junge Familien“ (Personen mit Kindern unter 6 Jahren im Haushalt), „Gesettelte“ (gehobenes Haushaltseinkommen, 40-50 Jahre,) und „Silver Ager“ (Berufstätige, 51 bis 67 Jahre)

Ein weiteres Ergebnis: Fast jeder fünfte Bundesbürger (19 Prozent) plant derzeit, in den kommenden Monaten eine Versicherung neu abzuschließen – allen voran junge Versicherungskunden (31 Prozent) und junge Familien (26 Prozent). Die Befragten liebäugeln vor allem mit privaten Krankenzusatzversicherungen.

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Im Hinblick auf ihren generellen Umgang mit der Corona-Krise lassen sich die Bundesbürger laut Studie in die Gruppen „Akzeptierende“ (51 Prozent), „Sorglose“ (35 Prozent) und „Maßnahmen-Gegner“ (14 Prozent) einteilen. Die Corona-bezogenen Maßnahmen der Versicherungswelt kommen derweil am besten bei den „Akzeptierenden“ an, die davon ausgehen, dass die Auswirkungen der Krise uns noch länger beschäftigen werden und die zugleich ein hohes Vertrauen in die staatlichen Maßnahmen und in das Gesundheitssystem haben.

Gleichzeitig zeigen sich die Versicherungskunden mit den Corona-Serviceangeboten ihrer Anbieter recht zufrieden:

Allen voran kamen beispielsweise der temporäre kostenlose Kinder-Unfallschutz bei jungen Familien (74 Prozent) oder die Verlängerung der Geltungsdauer der Reisekrankenversicherung (74 Prozent) gut an. Die vergleichsweise höchste Bekanntheit der Corona-Maßnahmen erreicht die Online-Sprechstunde für Krankenvollversicherte (34 Prozent der Produktbesitzer). Auch die allgemeine Bereitschaft, Versicherungsangelegenheiten vermehrt online zu erledigen, ist derzeit sehr hoch – sowohl zur Information im Rahmen von Neuabschlüssen (66 Prozent) als auch für den Abschluss (42 Prozent).

Grundsätzlich hat die Mehrheit der Versicherungskunden (61 Prozent) von zumindest einer Corona-bezogenen Unterstützungsmaßnahme gehört. Besonders die Angebote Allianz blieben in dieser Hinsicht bei vielen der Befragten im Hinterkopf.

Kaum Veränderungen bei der Versicherungsmentalität

Allgemein betrachtet hat sich bei der Versicherungsmentalität der Deutschen laut Umfrage aber nicht viel getan. Nach wie vor achten die Kunden bei allen Angeboten auf umfangreiche Leistungen und Services (70 Prozent) sowie auf eine hohe Sicherheit bei Geldanlagen (69 Prozent). Die Mehrheit fühlt sich auch in der aktuellen Krisensituation insgesamt gut abgesichert (gesamt: 63 Prozent; „Gesettelte“: 77 Prozent).

Und auch die aktuellen Sorgen und Ängste der Deutschen drehen sich trotz der Krise nicht ausschließlich um Corona:

Tatsächlich befürchten nur 18 Prozent der Befragten, an dem Virus zu erkranken. Vergleichsweise stärker ausgeprägt sind die Ängste vor Pflegebedürftigkeit (gesamt: 26 Prozent; Silver Ager: 36 Prozent) und vor schwerwiegenden und langwierigen Erkrankungen (24 Prozent).

Die vorherrschende Sorge junger Familien sind aktuell gesundheitliche Probleme der Kinder (32 Prozent), Jobstarter sorgen sich am stärksten um ihren Berufseinstieg (26 Prozent) und unter den Berufstätigen haben 16 Prozent große Angst vor möglicher Arbeitslosigkeit; 50 Prozent hingegen kaum oder gar nicht.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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