Folgen der Niedrigzinsen

Nur 22 Prozent wollen in diesem Jahr in die Altersvorsorge investieren

Nicht einmal jeder vierte Deutsche glaubt angesichts des aktuellen Rekord-Niedrigzinsniveaus noch an Wertsteigerungen bei Investitionen in den eigenen Vermögensaufbau. Welche Folgen das für Investitionen etwa in die Altersvorsorge hat, erfahren Sie hier.
© Norisbank
Die klassischen Anlagemöglichkeiten sind bei den Deutschen weiterhin hoch im Kurs – trotz Skepsis gegenüber der Zinsentwicklung.

Fast drei Viertel der Bundesbürger wollen trotz des Nullzinsniveaus 2020 mehr oder genauso viel sparen wie im vergangenen Jahr. 72,6 Prozent gaben in einer Umfrage der Norisbank an. 2018 waren es 74,0 Prozent. Nicht einmal jeder Vierte der Befragten glaubt aber angesichts des aktuellen Rekord-Niedrigzinsniveaus noch an Wertsteigerungen bei Investitionen in den eigenen Vermögensaufbau.

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Das hat Folgen. So wollen nur 22,2 Prozent in diesem Jahr zum Beispiel in die Altersvorsorge, einen Bausparvertrag oder in Aktien investieren (2018: 23,8 Prozent). Bei den 18- bis 29-Jährigen ist es immerhin mehr als ein Drittel (36,4 Prozent; 2018: 33,7 Prozent.

Was erwarten die Deutschen mit Blick auf die Rendite von Geldanlagen in den kommenden Jahren? Nur noch 26,6 Prozent (2018: 43,7 Prozent) rechnen in den kommenden fünf Jahren mit wieder steigenden Zinsen. Dass das Zinsniveau noch weiter sinkt, glauben 34,4 Prozent. Ende 2018 waren es nur knapp über 20 Prozent.

Das Sparbuch bleibt beliebt

Trotz dieser negativen Erwartungshaltung ist das Sparbuch für mehr als jeden vierten 18- bis 29-Jährigen (25,4 Prozent) die bevorzugte Anlageform – weit vor Aktien oder Fonds (16,7 Prozent). Angesichts der extremen Zinssituation, wächst aber auch bei den Jüngeren inzwischen die Bereitschaft, in Aktien oder Fonds zu investieren. Waren 2017 nur 9,5 Prozent dazu bereit, ist es Ende 2019 immerhin schon jeder Sechste.

Über alle Bevölkerungsgruppen hinweg sind für 16,9 Prozent der Befragten Aktien oder Fonds die Anlageoption Nummer 1, gefolgt vom Sparbuch (14,6 Prozent) und dem Tagesgeld-Konto (12,1 Prozent). Noch immer belassen viele Deutsche – konkret 17,2 Prozent – ihr Geld auch auf dem Girokonto.

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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