Neues Ascore-Rating

Nur jeder achte PKV-Anbieter erreicht Höchstwertung

Das Analysehaus Ascore hat den ersten Jahrgang seines neuen Ratings „PKV-Unternehmensscoring“ vorgelegt. Wie sich die insgesamt 32 privaten Krankenversicherer schlugen und wie die vier Anbieter lauten, die mit einer Höchstwertung belohnt wurden, erfahren Sie hier.
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Arzt mit einem Röntgenbild: Im aktuellen Ascore-Rating von PKV-Unternehmen erzielten Universa, Arag, LVM und R+V die besten Bewertungen.

Das Analysehaus Ascore hat die Kennzahlen von 32 privaten Krankenversicherern untersucht und mit einem überarbeiteten Scoring-Verfahren bewertet. Arag, LVM, R+V und Universa erreichten demnach die Höchstwertung von sechs Kompassen, für jeweils elf Versicherer gab es fünf beziehungsweise vier Kompasse, fünf Anbieter erzielten drei Kompasse und für eine Gesellschaft – der Pax-Familienfürsorge – reichte es lediglich für zwei Kompasse (siehe Tabelle).

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Dabei betonen die Experten von Ascore Analyse, dass mit dem Kauf des Analysehauses Ascore Das Scoring GmbH im Mai 2018 durch das Analysehaus Softfair einige Veränderungen in der Rating-Methode einhergingen. Denn: Weil Softfair bereits über das Tochterunternehmen Softfair Analyse verfügte, sollte es innerhalb der neuen Unternehmensgruppe nur noch einen einheitlichen Bewertungsansatz für private Krankenversicherungsunternehmen geben, mit dem Ziel, „die besten Ansätze aus beiden Analysewelten“ miteinander zu vereinen.

Was hat sich konkret geändert?

Bei der Verteilung der Punkte haben sich die Analysten gegen ein lineares und für ein Scoring-Verfahren entschieden. Bedeutet: Die einzelnen Kennzahlen wurden im Vergleich zum Markt bewertet beziehungsweise mit Scores von 0, 0,5 und 1 bewertet. „Die subjektive Gewichtung einzelner Kriterien beziehungsweise bewerteter Kennzahlen entfällt im Vergleich zum ehemaligen Softfair PKV-Unternehmensrating“, teilen die Autoren mit. Eine indirekte Gewichtung ergebe sich allerdings durch die Anzahl der bewertungsrelevanten Kriterien in den einzelnen Wertungsbereichen, heißt es. 

Insgesamt flossen 17 bewertungsrelevante Kennzahlen sowie 19 nicht-bewertungsrelevante Kennzahlen und sechs Info-Kennzahlen wie etwa die Ergebnisse anderer Ratinghäuser in die Analyse ein. Bei den Kennzahlen werden nun abweichend vom bisherigen Softfair PKV-Unternehmensrating die letzten drei Jahre betrachtet, indem ein ungewichteter Mittelwert gebildet wird. Die bewertungsrelevanten Kennzahlen wurden dabei teilweise aus dem Softfair PKV-Unternehmensrating und teilweise aus dem Ascore Unternehmens-Scoring – wie etwa Kostenquoten, SCR-Quoten – übernommen. Wie auch früher beim Ascore Unternehmens-Scoring gibt es auch jetzt Kriterien, die nur nachrichtlich ausgewiesen werden und nicht in die Bewertung einfließen. In diesem Jahr wurde zum Beispiel auch die SCR-Quote der Muttergesellschaft mitbetrachtet aber nicht bewertet.

Die vollständige Ergebnisliste des Ascore PKV-Unternehmensscorings kann ab sofort auch hier abgerufen werden.

Anwender des Ascore Navigators können die Einzel- und Detailergebnisse direkt im Programm einsehen. Zudem sollen die Unternehmenswertungen ab November in den PKV-Vergleichslösungen von Softfair als qualitativer Filter innerhalb der Berechnungsvorgaben nutzbar sein.

Arag, LVM, R+V und Universa erreichten laut Ascore die Höchstwertung von sechs Kompassen.

Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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