Durchgeführt hat die Studie die Initiative Finanzmarktwächter. Danach war fast jedes zweite Bestandsprodukt nicht bedarfsgerecht – weil zu teuer, zu unrentierlich, zu unflexibel oder zu riskant. Ursachen sehen der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Verbraucherzentralen unter anderem in der schlechten Beratungsqualität, die auch zum Vertrieb mangelhafter Produkte führt.
Bei aktuell und neu angebotenen Produkten fielen 87 Prozent durch. Grund waren in 73 Prozent der Fälle die zu hohen Produktkosten. „Unsere Beobachtungen sind alarmierend, zumal das Verhalten der Finanzberater in vielen Fällen direkt zu Lasten der privaten Altersvorsorge der Sparer geht“, sagt Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.
„Finanzberater sind heute in Wirklichkeit keine Berater, sondern schlicht Verkäufer“, sagt Dorothea Mohn, Teamleiterin Finanzen im vzbv. In der Anlageberatung führe insbesondere der provisionsbasierte Vertrieb zu Interessenkonflikten, die in Fehl- und Falschberatungen mündeten.
Der Bundesverband fordert eine gesetzliche Regelung und empfiehlt der künftigen Bundesregierung folgendes zu tun:
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