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Grubenunglück in der Türkei

Bei einem der schwersten Grubenunglücke in der Türkei sind am Dienstagnachmittag mehrere hundert Menschen verschüttet worden.

Ein defekter Trafo war in etwa 400 Metern Tiefe in einem Kohlebergwerk in der Stadt Soma, etwa 250 Kilometer südwestlich von Istanbul, explodiert. Bisher wurden 282 Kumpel tot geborgen. Die Hoffnung für die knapp 120 Menschen, die noch eingeschlossen sein sollen, schwindet.

Nach dem schweren Unglück fordern Opposition und Gewerkschaften Konsequenzen. Die Sicherheitsvorkehrungen in der Mine seien mangelhaft gewesen. Regierungschef Recep Tayyip Erdogan hatte das Unglück in einer Ansprache heruntergespielt. „In solchen Minen passieren immer wieder solche Unfälle“, so Erdogan.

Derweil wachsen die Proteste gegen Erdogan und sein Verhalten. In Soma, in der Hauptstadt Ankara und in Istanbul fordern tausende Menschen den Rücktritt der Regierung. Über Twitter wurde am Donnerstag ein Foto veröffentlicht, das Yusuf Yerkel, einen engen Berater von Ministerpräsident Erdogan dabei zeigt, wie er auf einen Demonstranten eintritt.

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