ITA-Studie zu Honorartarifen

Mit Honorartarifen können Kunden Geld sparen

Das Institut für Transparenz (ITA) hat 64 Honorar-Rententarife von 15 Anbietern untersucht. Im Fokus standen Kosten, Garantien, Flexibilität, Risikoschutz und Kapitalanlage der Produkte. Das Ergebnis zeigt: Gegenüber Provisionstarifen können Kunden deutlich Kosten sparen.
Mark Ortmann: Chef des ITA (Foto: ITA)

Inzwischen gibt es eine Reihe von Honorartarifen, mit denen Berater auf die Bedürfnisse ihrer Kunden reagieren können. Unter ihnen befinden sich auch einige besonders günstige Angebote, so das ITA. Für die preiswerteste klassische Rentenversicherung zahlt der Kunde demnach über die gesamte Laufzeit 1.470 Euro. Das entspricht rund 4 Prozent seiner Beiträge. Im Schnitt, so das Studienergebnis, liegen die Gesamtkosten für einen Honorartarif bei 2.355 Euro beziehungsweise 6,5 Prozent des Gesamtbeitrags der Police.

Für fondsgebundene Rentenversicherungen oder Hybridprodukte kommen weitere Kosten für den Fonds hinzu. Beim günstigsten Anbieter belaufen sich diese auf 0,24 Prozent. Im Durchschnitt lagen die Effektivkosten bei knapp unter einem Prozent. „Das ist deutlich weniger, als vermögende Privatkunden für eine Vermögensverwaltung bezahlen, selbst wenn man die Beratungskosten zusätzlich berücksichtigt“, so ITA-Chef Mark Ortmann.

Bei Nettotarifen kommt zu den Produktkosten das Honorar für den Finanzberater hinzu. Bei günstigen Honorartarifen können Kunden jedoch Produktkosten sparen. So hat das ITA in einer Modellrechnung für eine klassische Rentenversicherung (Laufzeit 30 Jahre, Monatsbeitrag 100 Euro) eine Kostenersparnis von zirka 3.400 Euro gegenüber dem Provisionstarif errechnet. Das entspricht einem Sparfaktor von zirka 10 Prozent der Beiträge.

Von 68 Produktgebern planen 20, einen Honorartarif anzubieten. 48 Anbieter halten sich noch zurück.

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