Von 18,5 Millionen stationär im Krankenhaus behandelten Patienten haben Ärzte im vergangenen Jahr 38 Prozent operiert, zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts. Viele dieser OPs sind überflüssig, kritisiert Christian Bredl, Leiter der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern. Die Folge für GKV-Versicherte: Da die Kosten steigen, müssen Krankenkassen die Beiträge anheben.
Die häufigsten OPs bei Frauen mittleren Alters haben mit der Beseitigung von Folgen der Geburt zu tun.
Die Zahlen des statistischen Bundesamts lassen aufhorchen: Während für Frauen im mittleren Lebensalter Operationen, die in Verbindung mit der Geburt und deren Folgen stehen, die Spitzenposition in der Statistik aller Operationen einnehmen, sind Männer überdurchschnittlich oft von Operationen an Meniskus und Gelenkknorpel betroffen. 38 Prozent der Deutschen im Krankenhaus wurden im vergangenen Jahr operiert.
Christian Bredl, Leiter der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern, kritisiert das. Eine große Anzahl an Operationen sei überflüssig, sagt er im Interview mit demMünchener Merkur. Die Ursache dafür sieht er in der Einführung von Fallpauschalen. Dieses honorierten Krankenhäuser für viele Operationen und nicht jene Ärzte, die für den Patienten die passende Entscheidung treffen.
Die Folge: Die Kosten im Gesundheitswesen steigen. Und damit auch die Kosten in der Krankenversicherung.
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