Wie die GEZ ihre Gebühren eintreibt

Wer Rundfunkgebühren nicht zahlt, riskiert platte Reifen

Seitdem sich die Rundfunkgebühren nicht mehr auf die Geräte beziehen, sondern auf den Haushalt, gibt es mehr Zahlungspflichtige. Genauso gibt es aber auch zunehmend mehr Menschen, die den Beitrag nicht begleichen. Dann kann der Beitragsservice ganz spezielle Maßnahmen ergreifen.
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© Getty Images
In den 50er Jahren waren Fernseher noch etwas besonderes. Heute rennen iPad & Co. den sperrigen Geräten auch im Alltag den Rang ab.

Bezahlen Beitragspflichtige ihre Rundfunkgebühren nicht, riskieren sie einen platten Reifen, berichtet das Rechtsportal DAS. Denn der Beitragsservice kann sogenannte Ventilwächter einsetzen – wenn auch nur als letztes Mittel. Mitarbeiter der zuständigen Vollstreckungsbehörden können demnach mit Schlössern gesicherte Ventil-Aufsätze an die Autoreifen von Beitragspflichtigen anbringen, die ihre Gebühren nicht gezahlt haben. Fahren sie dann los, geht den Reifen nach etwa 600 Metern die Luft aus. Begleichen die Beitragspflichtigen die Gebühr, entfernt die Behörde die Wächter wieder.

Hintergrund ist die seit 2013 herrschende Neuregelung zu den Rundfunkgebühren. Hierdurch ging aus der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) der ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice (AZDBS) hervor. Seit dem richtet sich der Gebührenbeitrag nicht mehr nach den Geräten, sondern bezieht sich auf den Haushalt. Durch die neue Regelung gibt es mehr Beitragspflichtige – und auch Zahlungsunwillige. Den flattern zunächst mehrere Mahnungen ins Haus, bevor der Beitragsservice ihnen die Vollstreckung der offenen Forderungen androht. Zahlen sie die Gebühren dann weiter nicht, beauftragt die AZDBS die entsprechende Vollstreckungsbehörden, die Gebühren einzutreiben.

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