Folgen der Falschberatung

Vermittler verkauft falsche Versicherung – Seniorin verliert 5.000 Euro

Eine Seniorin möchte ihre Angehörigen vor hohen Beerdigungskosten schützen und schließt bei ihrem Vermittler eine Sterbegeldversicherung ab. Das glaubt sie zumindest. Denn der Berater hat ihr stattdessen eine Risikolebensversicherung verkauft. Und nun ist das Geld weg.
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Ihrem Vermittler vertraut und jetzt ist das Geld weg: Erna H. bekam statt einer Sterbegeld- eine Risikolebensversicherung.

Zehn Jahre lang zahlt Erna H. aus Rosenheim in ihren Versicherungsvertrag ein. Sie will ihre Familie mit einer Sterbegeldversicherung die Kosten für ihre Beerdigung ersparen, „damit meine zwei Kinder abgesichert sind und die Kosten für meine Bestattung im Todesfall ohne großes Aufheben bezahlt werden“, sagt die 74-Jährige dem Portal OVB Online.

Ihr Vermittler hat ihr aber statt einer Sterbegeldpolice eine Risikolebensversicherung verkauft. Den Vertrag liest sie beim Unterscheiben aber nicht noch einmal durch. Sie vertraut dem Mann blind, sie kennt ihn seit Jahren, hat bei ihm unter anderem ihr Auto sowie das Motorrad des Sohnes versichern lassen.

Zehn Jahre läuft der Vertrag, 5.000 Euro zahlt die Rosenheimerin ein. Erst kurz vor Vertragsende fliegt die ganze Misere auf. Die Dame fragt, auf welchem Konto sich die 5.000 Euro denn befinden. Aber das Geld ist weg, die Leistung hätte sie nur bekommen, wenn sie im Vertragszeitraum gestorben wäre.

Mittlerweile hat Erna H. eine „echte“ Sterbegeldversicherung abgeschlossen. Den Text hat sie sich diesmal Wort für Wort durchgelesen.

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2 Kommentare

  1. Schockierend, dass so etwas immer noch passiert — gerade ältere Menschen sind bei solchen Abschlüssen oft überfordert. Gut, dass darüber berichtet wird, damit andere Betroffene sensibilisiert werden. Ich hoffe, die Seniorin bekommt ihr Geld zurück.

  2. Der Fall zeigt vor allem, wie wichtig eine klare Trennung zwischen Vermittlung und Beratung ist – wer im Namen einer Versicherung auftritt, muss auch deren Produkte und Vollmachten nachweisen können. Gerade ältere Menschen verlassen sich oft auf das persönliche Gespräch und erkennen unseriöse Abschlüsse nicht sofort. Sinnvoll wären hier verpflichtende, leicht verständliche Produktinformationen und eine unabhängige Anlaufstelle, an die sich Betroffene vor der Unterschrift wenden können. Dass die Seniorin ihr Geld zurückbekommt, ist zu hoffen, entscheidend ist aber, dass solche Vermittler schneller auffallen und aus dem Markt verschwinden.

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