Wie hoch ist das angesparte Altersvorsorge-Vermögen der Deutschen? Welche sind die beliebtesten Produkte: Die klassische Lebensversicherung, Riester oder doch Rürup? Eine Statistik der Bundesbank fördert erstaunliche Antworten zutage. Das Investment.com hat sie zusammengefasst:
1. Alleinerziehende sorgen kaum vor
Dass Alleinerziehende im Allgemeinen nicht so viel Geld wie Paare mit oder ohne Kinder haben und daher auch nicht so viel für ihre Altersvorsorge zurücklegen können, ist allgemein bekannt. Wie gravierend die Unterschiede sind, zeigt ein Blick auf die Zahlen: So haben Alleinerziehende mit durchschnittlich 9.500 Euro gerade einmal gut ein Drittel des Betrags in Altersvorsorge-Produkten (ohne Riester- und Rürup-Rente) gespart als Paare mit Kindern zurückgelegt haben (28.000 Euro). Paare ohne Kinder sparen mit durchschnittlich 34.500 Euro noch mehr.
2. Alleinlebende sparen fast so viel wie Paare
Alleinlebende sparen mit durchschnittlich 23.500 Euro fast genauso viel wie Paare.
3. Kinderzulagen spiegeln sich nicht im Riester- und Rürup-Vermögen wider
Und wie verhält es sich bei den Riester- und Rürup-Verträgen? Auch hier liegen Alleinerziehende mit durchschnittlich 3.700 Euro ganz weit hinten – trotz der Kinder-Zulagen, die ihnen als Eltern zustehen. Auch Paare mit Kindern haben trotz Zulagen mit 8.300 Euro nicht mehr Geld in Riester- und Rürup-Verträgen als kinderlose Alleinstehende (8.400 Euro).
4. Kinderlose Paare riestern am meisten
Das meiste Geld in Riester- und Rürup-Verträgen haben laut Bundesbank-Statistik Paare ohne Kinder angespart (im Durchschnitt 12.500 Euro).
5. Altersgruppe 55+ hat beim Thema Altersvorsorge die Nase vorn
Bei Lebensversicherungen und ähnlichen Altersvorsorge-Produkten führt die Altersgruppe 55+. So haben die 55- bis 64-Jährigen durchschnittlich 42.500 Euro angespart. Fast genauso hoch ist das angelegtes Vermögen der 45- bis 54-Jährigen: Es beträgt 37.400 Euro. Am wenigsten Geld in Altersvorsorgeprodukten halten erwartungsgemäß die jüngsten Umfrageteilnehmer: Die 16- bis 24-Jährigen haben nur durchschnittlich 4.500 Euro in solchen Verträgen.
6. Selbständige sind Altersvorsorge-Weltmeister
Mit 54.900 Euro sparen Selbständige mehr als jede andere Gruppe. Es folgen mit Abstand Pensionäre (36.400 Euro) und Beamte (31.100 Euro).
7. Rürup-Rente beliebter als ihr Ruf
Die für Selbständige konzipierte Rürup-Rente hat den Ruf, weniger bekannt und beliebt als die Riester-Rente zu sein, die sich an abhängig Beschäftigte richtet. Die Bundesbank-Statistik bestätigt diese Annahme allerdings nicht. So haben Selbständige im Schnitt mehr Geld in Rürup-Verträgen als jede andere Gruppe (17.000 Euro).
8. Beamte riestern gerne
Auch Beamte, deren Pensionen im Vergleich zu Arbeitnehmer-Renten deutlich großzügiger bemessen sind, mögen Riester-Produkte. Ihr durchschnittliches in Riester-Produkten angelegtes Vermögen liegt mit 13.200 Euro nur leicht unter dem der Selbständigen.
9. Mieter sorgen schlecht fürs Alter vor
Wohneigentümer mit und ohne Hypothek haben wesentlich mehr Altersvorsorge-Vermögen als Mieter. Eigentümer ohne Hypothek haben 43.200 Euro angespart, wer den Kredit noch abzahlt hat aber immerhin schon 34.000 Euro auf die hohe Kante gelegt. Das Vermögen der Mieter beträgt lediglich 17.100 Euro.
10. Geringverdiener haben mehr Vermögen als Bürger mit Durchschnittsgehalt
Das Gehalt sagt nicht immer etwas über das Altersvorsorge-Verhalten aus. So haben Menschen, die am wenigsten verdienen, im Schnitt mehr Vermögen in Versicherungen als Durchschnittsverdiener (18.900 Euro versus 11.100 bis 17.800 Euro). Eine Erklärung: In der unteren Einkommenskategorie finden sich einige sehr vermögende Menschen, die auf Vollzeitarbeit verzichten, da sie nicht auf das Gehalt angewiesen sind.
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