Grüne warnen

Gesundheits-Apps höhlen den Solidargedanken in der Krankenversicherung aus

Die Techniker Krankenkasse überlegt, die Nutzung von Fitnessarmbändern in ihr Bonusprogramm zu integrieren. Die Grünen kritisieren das, ein solches Vorhaben sei eine „Aushöhlung des Solidargedankens“. Die Meinungen der Träger hingegen spalten sich bei diesem Thema. Mehr dazu lesen Sie hier.
© dpa/picture alliance
Die Grünen-Politikerin Maria Klein-Schmeink.

Fitnessarmbänder sind längst an einem Großteil von Deutschlands Armen zu entdecken. Bisher nur zum privaten Gebrauch und zur persönlichen Überprüfung von Gesundheit und Co. verwendet, plant die Techniker Krankenkasse (TK) jetzt, diese Beliebtheit für mehr zu nutzen. In Zukunft sollen sie in das Bonusprogramm der TK integriert werden; das heißt also, Träger mit einem gesunden Lebensstil sollen Boni erhalten.

Die Grünen haben diesbezüglich allerding vor einer „Aushöhlung des Solidargedankens in der Krankenversicherung“ durch Gesundheits-Apps gewarnt. Die Grünen-Politikerin Maria Klein-Schmeink wirft der Regierung Untätigkeit vor, ihr läge wenig an der starken Solidarität aller Versicherten, berichtet der Stern.

Mit Blick auf den Datenschutz sagte Klein-Schmeink, dass jeder Patient immer vollste Souveränität über seine Daten haben sollte, und das wäre bei einem solchen Vorhaben nicht mehr der Fall. Daten „dürfen nicht ohne das Wissen und die Zustimmung der Patientinnen und Patienten in die Hände Dritter gelangen“, so die Politikerin.

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Die Bundesregierung berichtete vor kurzem, dass immer mehr Menschen Fitnessarmbänder und -apps nutzen. Ein Drittel der Nutzer wären sogar bereit, ihre Daten für Rabatte & Co. abzugeben (wir berichteten).

Laut einer Umfrage des Justizministeriums erkennen 39 Prozent allerdings auch das Risiko; eine Weiterleitung der Daten an Dritte sehen sie als großes Problem. Die Meinungen zu diesem Thema gehen sowohl in der Politik als auch in der Gesellschaft stark auseinander.

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