An einem Tisch mit der Kanzlerin

Münchnerin stellt Merkel in Sachen Rente zur Rede

Lioba Bichl hat 43 Jahre lang als Friseurin geschuftet und nebenbei zwei Kinder großgezogen. Nun bekommt sie eine Rente in Höhe von 907 Euro. Zum Leben reicht das nicht – erst recht nicht im teuren München. Doch anders als andere Senioren bleibt sie nicht still: Im Fernsehen sprach sie nun sogar mit Angela Merle über Altersarmut – und brachte die Kanzlerin ganz schön zum Schwitzen.
© dpa/picture alliance
Bundeskanzlerin Angela Merkel

43 Arbeitsjahre als Friseurin, zwei Kinder – so lässt sich das Leben von Lioba Bichl in Kurzform zusammenfassen. Doch trotz dieser langen Zeit bekommt sie nur eine Rente von 907 Euro, berichtet das Portal Merkur.de. In München reicht das kaum zum Leben.

Mehr zum Thema

Rentenversicherung fordert zu Unrecht Rente zurück

Was ist geschehen? Seit dem Jahr 2000 bekommt eine Frau Witwenrente. 2003 beantragt sie bei…

„Ruhestand immer schwieriger zu planen“

Jeder Mensch, der lebenslange Ausgaben hat, braucht ein lebenslanges Einkommen – eine Rentenversicherung kann dabei…

Rente und Altersvorsorge beeinflussen Wahlverhalten am stärksten

Bereits seit einigen Monaten streiten die Parteien in Deutschland über die künftige Ausgestaltung des Rentensystems…

Wie Bichl geht es vielen Rentnern hierzulande. Doch die Rentnerin will sich damit nicht abfinden, also geht sie kurzerhand ins Fernsehstudio und macht bei der Sendung „Am Tisch mit Angela Merkel“ mit, die von RTL und Spiegel TV produziert wird.

„Frau Merkel, Altersarmut trifft vor allem die Frauen. Warum tun Sie nichts dagegen?“, fragt sie unter anderem.

Die Kanzlerin hört ihr zu, ist verständnisvoll – und nennt schlussendlich die Mütterrente als Hilfeleistung für Frauen. Bichl aber meint, die sei zu niedrig und bringe Bezieherinnen der Grundsicherung nichts.

„Deutschland ist so ein reiches Land, aber uns kleine Leute hält man klein“, schimpft die Münchnerin weiter. Merkel versucht, sie zu beschwichtigen, aber Bichl fällt ihr ins Wort.

Als die Tageszeitung München (TZ) sie später zu ihrer Erfahrung befragt, sagt sie: „Ich war positiv überrascht von Frau Merkel. Ich war nie eine begeisterte Anhängerin von ihr, aber sie ist eine sehr angenehme Frau, sehr natürlich.“

Eigentlich sollte sie Martin Schulz treffen – dann hieß es aber doch: Die Münchnerin darf zur Kanzlerin. Das sei ihr so auch lieber gewesen.

„Bei meiner ersten Frage sind ihr schon die Mundwinkel herabgesunken.“ Ob ihr Einsatz aber wirklich etwas gebracht hat? Da ist sie sich nicht so sicher. „Ich weiß es nicht, aber ich hoffe es.“

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia