Naturgefahrenreport

Über 230 Milliarden Euro Schaden in 50 Jahren

Sturm, Hagel, Blitz und Überschwemmungen – die deutsche Versicherungswirtschaft hat in den vergangenen 50 Jahren deutlich mehr als 200 Milliarden Euro für die Beseitigung von Schäden geleistet, die durch Naturkatastrophen ausgelöst wurden. Mit dem fortschreitenden Klimawandel dürften die Schäden zukünftig noch zunehmen, befürchtet der GDV.
© picture alliance/dpa | Jens Büttner
Während eines Sturms in Mecklenburg-Vorpommern wurde dieses Fahrzeug von umstürzenden Bäumen stark beschädigt.

Der Schadenaufwand der Versicherungen betrug in den vergangenen 50 Jahren etwa die Hälfte des aktuellen deutschen Bundeshaushalts. „Zusammengerechnet lag der entsprechende Schadenaufwand der Sach- und Kfz-Versicherer von 1973 bis 2022 bei genau 233 Milliarden Euro“, gab Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), jetzt bekannt.

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Die Summe wurde hochgerechnet auf Bestand und Preise von 2022. „Sie führt uns sehr anschaulich vor Augen, dass der Klimawandel mit seiner Zunahme an Extremwetterereignissen nicht nur eine ökologische Katastrophe, sondern auch eine ökonomische Herausforderung ist“, so Asmussen.

Neuer Naturgefahrenreport

Mit den Folgen des Klimawandels insbesondere für die urbane Gesellschaft befasst sich auch der neue GDV-Naturgefahrenreport, der dieser Tage veröffentlicht wurde. Demnach betrug der Schadenaufwand durch Naturgefahren im vergangenen Jahr in der Sach- und Kraftfahrtversicherung vier Milliarden Euro. Die Schäden an Wohngebäuden und Hausrat sowie an Industrie-, Gewerbe- und landwirtschaftlichen Betrieben beliefen sich auf zusammen 3,1 Milliarden Euro, die Schäden an Kraftfahrzeugen auf 900 Millionen Euro.

Nach der Hochwasserkatastrophe 2021 war das vergangene Jahr damit wieder ein durchschnittliches Naturgefahrenjahr: mit vielen Versicherungsfällen, allerdings ohne ein solches Extremereignis wie der Flutkatastrophe im Ahrtal. Zur Erinnerung: 2021 hatten die deutschen Versicherer mit 12,6 Milliarden Euro das höchste Schadenaufkommen für Naturgefahren ihrer Geschichte verzeichnet.

Umfangreicher Statistikteil

Der aktuelle Naturgefahrenreport der deutschen Versicherer wird in diesem Jahr erstmals um eine umfangreiche Statistik-Anlage ergänzt, die ausführliche Tabellen, Grafiken und Karten zu den Schadenereignissen des Jahres 2022 und der vergangenen 50 Jahre liefert. Tipp: Beide Dokumente können Sie hier runterladen.

Autor

Achim

Nixdorf

Achim Nixdorf war von April 2019 bis Mai 2024 Content- und Projekt-Manager bei Pfefferminzia. Davor arbeitete er als Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteur mit dem Fokus auf Verbraucher- und Ratgeberthemen.

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