Naturgefahrenbilanz 2025

Versicherer verzeichnen weniger Schäden durch Extremwetter

Das Jahr 2025 war für die Versicherer deutlich schadenärmer als 2024 – zumindest, was Naturgefahren angeht. 2,6 Milliarden Euro an Leistungen zahlten sie aus.
Blitz am Himmel über einem Dorf, Naturgewalt, stürmisches Wetter, dunkle Wolken, ländliche Umgebung.
© picture alliance/dpa | Patrick Pleul
Blitze über Deutschland: Naturgefahren verursachten 2025 weniger versicherte Schäden als im Vorjahr.

„Wir rechnen aktuell mit Schäden in Höhe von 2,6 Milliarden Euro durch Naturgefahren. Das sind rund 3 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2024“, diese Bilanz zieht Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Ganz Entwarnung will der Verband aber nicht geben: „Dass es in diesem Jahr weniger Schäden gab, ist Glückssache. Insgesamt nehmen die klimawandelbedingten Extremwetterereignisse jedoch zu“, so Asmussen weiter.

Auf die Sachversicherung entfallen 2025 rund 1,4 Milliarden Euro Schäden durch Sturm, Hagel und Blitz. Hinzu kommen 500 Millionen Euro Schäden durch weitere Naturgefahren wie Überschwemmung und Starkregen.

In der KFZ-Versicherung belaufen sich die Schäden durch Stürme und Überschwemmungen auf 700 Millionen Euro. Erfasst wurden in der Statistik Schäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben sowie Kraftfahrzeugen.

Risiko nimmt zu

„Angesichts der zunehmenden Risiken ist es dringend notwendig, eine ganzheitliche Gefahrenabwehr auszubauen“, betont Asmussen. Dazu hat der GDV Ende 2025 einen Vorschlag gemacht (wir berichteten). „Elementar Re“ soll Elementarschutz überall verfügbar, versicherbar und für alle bezahlbar machen, so das Ziel der Versicherer. „Dazu müssen die Bereiche Versicherung, Vorsorge und Klimaanpassung eng miteinander in einem Gesamtkonzept verknüpft werden“, betont Asmussen.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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