Nur ein kleiner Teil der globalen Schäden durch Naturkatastrophen ist versichert, meldet der Versicherer und Risikomanager Aon. Demnach verursachten Wetter und Naturkatastrophen im abgelaufenen Jahr einen wirtschaftlichen Gesamtschaden von rund 343 Milliarden US-Dollar. Das sind umgerechnet rund 304 Milliarden Euro. Der Großteil in Höhe von 329 Milliarden Dollar (291 Milliarden Euro) sei auf Wetter und Klima zurückzuführen, heißt es im „2021 Weather, Climate and Catastrophe Insight Report“, den Aon veröffentlichte. Damit sei es das inflationsbereinigt drittteuerste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Aon-Datenbank reicht hauptsächlich bis 1950 zurück, enthält aber auch große Ereignisse, die davor stattfanden.
Von den Schäden im abgelaufenen Jahr waren aber lediglich 38 versichert. Damit liegt die Versicherungslücke bei 62 Prozent. Interessanterweise betrug die Lücke 2020 noch 63 Prozent, obwohl die Schäden geringer waren.
„Wenn es um Klimarisiken geht, besteht eindeutig eine Schutz- und Innovationslücke“, stellt Aon-Präsident Eric Andersen fest. Er folgert deshalb: „Da Katastrophen schwerer werden, dürfen wir sie nicht nur anhand historischer Daten bewerten. Wir müssen auf Technologien wie künstliche Intelligenz und Vorhersagemodelle zurückgreifen, die ständig lernen und sich weiterentwickeln, um die Volatilität eines sich ändernden Klimas abzubilden.“
Den größten Schaden richtete im vergangenen Jahr Hurrikan Ida in der Karibik an. Sie kostete 75 Milliarden Dollar (66 Milliarden Euro), wovon nicht einmal die Hälfte versichert war.
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