Axa Präventionsreport

Immobilien und Extremwetter: Prävention bleibt Ausnahmefall

Auf zunehmende Extremwetter fühlen sich viele Immobilienbesitzer unzureichend vorbereitet. Gleichzeitig halten viele das Risiko für zu gering, um in Schutzmaßnahmen zu investieren.
Mann läuft durch überschwemmte Straße nach Extremwetterereignis.
© picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer
Ein Mann watet im Juni 2024 durch Hochwasser Günzburg in Bayern: Viele Haus- und Wohnungsbesitzer haben ihre Immobilie nicht gegen die Folgen von Extremwetterereignissen geschützt.

Viele Haus- und Wohnungsbesitzer haben ihre Immobilie nicht gegen die Folgen von Extremwetterereignissen geschützt. So fühlt sich jeder fünfte Deutsche nicht gut vorbereitet auf Naturgefahren wie Starkregen oder Hochwasser. 40 Prozent sehen sich eher bis sehr gut vorbereitet. Das zeigt der Axa Präventionsreport.

Ein Faktor, der hierbei eine Rolle spielt: Jeder zweite Befragte hält Schäden durch Hochwasser oder Starkregen in den kommenden zehn Jahren für eher bis sehr unwahrscheinlich. Auch unter Immobilienbesitzern glauben das 47 Prozent.

Entsprechend gering ist folglich die Bereitschaft, in Prävention zu investieren: 54 Prozent der Eigentümer stimmt der Aussage zu, dass das Risiko von Schäden durch Naturgefahren zu gering sei, um dafür gezielt in Umbaumaßnahmen zu investieren.

„Wir dürfen uns von einem vergleichsweise ruhigen Jahr 2025 nicht täuschen lassen. Extremwetterereignisse bleiben ein reales Risiko – und sie kommen meist plötzlich und überraschend für die Menschen. Prävention entscheidet darüber, ob Starkregen und Hochwasser zu einem beherrschbaren Ereignis werden oder existenzielle Folgen haben“, sagt Marc Daniel Zimmermann, Vorstand Sachversicherung bei Axa Deutschland.

Diese Schutzmaßnahmen kann man ergreifen

  • Hochwasserschutzsystem wie Schutzmauer oder mobile Schutzwände (haben nur 4 Prozent)
  • Verschließbare Kellerfenster (haben nur 32 Prozent)
  • Rückstauklappen (haben nur 18 Prozent)

„Noch immer sehen wir zu viele Häuser, in die Wasser nahezu ungehindert in den Keller fließen kann. Dabei lässt sich mit verhältnismäßig einfachen Maßnahmen viel Schaden vermeiden – etwa durch Rückstauklappen, hochwasserdichte Kellerfenster oder bauliche Anpassungen rund ums Haus“, erklärt Zimmermann.

Dabei zeigt die Axa-Studie auch: Grundsätzlich ist ein guter Teil der Immobilienbesitzer über die Gefahr fürs Eigenheim informiert. 63 Prozent geben an zu wissen, ob ihre Immobilie in einer Hochwasserrisikozone liegt. Ein Drittel weiß das genau, weitere 30 Prozent zumindest ungefähr.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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