Die Bundesregierung hat für das kommende Jahr eine Anpassung der Hartz-IV-Sätze beschlossen. Alleinstehende werden dann monatlich 3 Euro mehr bekommen – insgesamt 449 Euro. Nach Berechnungen des Vergleichsportals Check24 reicht diese Erhöhung jedoch noch nicht einmal aus, um die steigenden Strompreise aufzufangen.
Die Hartz-IV-Pauschale für Wohnen, Energie und Wohninstandhaltung betrage aktuell 38,32 Euro im Monat. Bei einem Jahresverbrauch von 1.500 Kilowattstunden (kWh) Strom fielen aber in der Grundversorgung monatliche Kosten in Höhe von 48,92 Euro an. Damit lägen die Ausgaben 28 Prozent über dem Regelbedarf.
„Die Strompreise befinden sich seit Monaten auf Rekordniveau, darum ist die Lücke zwischen der Energiepauschale und den tatsächlichen Stromkosten für Hartz-IV-Empfänger nochmals größer geworden“, sagt Steffen Suttner, Geschäftsführer Energie bei Check24. „Eine Erhöhung um 3 Euro monatlich deckt das nicht annähernd, selbst wenn sie komplett zur Begleichung der Energiekosten aufgewendet würde.“ Auch durch einen Wechsel zu einem der zehn günstigsten Alternativtarife ließen sich die monatlichen Kosten nur auf 41,33 Euro reduzieren.
Acht Stromgrundversorger haben laut Suttner bereits weitere Preiserhöhungen noch in diesem Jahr um durchschnittlich 3,7 Prozent angekündigt, von denen knapp 300.000 Haushalte betroffen seien. Eine Entlastung sei also nicht in Sicht.
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