Tierhalter-Haftpflichtversicherungen schützen Pferde- und Hundebesitzer, falls ihr Schützling Schäden verursacht. Die Rating-Agentur Franke und Bornberg hat das Angebot der Produkte am Markt untersucht und auf ihre Qualität abgeklopft.
173 Hundehalter-Tarife von 88 Anbietern und 136 Pferdehalter-Tarife von 76 Anbietern schauten sich die Analysten dafür an.
Von 173 analysierten Hunde-Tarifen erreichen 9,8 Prozent die Bestnote FFF+ (hervorragend). Im Vorjahr schafften das 8,7 Prozent der Tarife. Fast ein Drittel der Tarife (29,5 Prozent) erhält die Note FFF (sehr gut).
Schwachstellen bewerteter Tarife liegen laut Franke und Bornberg vor allem bei der Deckung von Schäden an gemieteten oder geliehenen beweglichen Sachen und am Inventar der Reiseunterkunft. Auch Forderungsausfalldeckung und Neuwertentschädigung zeigen in schwächeren Tarifen Lücken.
Gleiches gilt für Leistungen bei Schäden an Figuranten – also Menschen, die bei der Ausbildung von Schutz- und Rettungshunden als Übungspartner eingesetzt werden.
Bei den Pferdetarifen schaffen 12,5 Prozent die Höchstnote FFF+, nach 12,7 Prozent im Vorjahr. 36,0 Prozent der Tarife landen in der Klasse FFF (sehr gut) – fast 7 Prozentpunkte mehr als 2024.
Schwächen liegen bei den Pferden bei der Forderungsausfalldeckung, Schäden an gemieteten oder geliehenen beweglichen Sachen – einschließlich Transportanhängern, Kutschen und Schlitten – sowie bei Neuwertentschädigung und Besitzstandsgarantie beim Versichererwechsel.
>> Zu den ausführlichen Rating-Ergebnissen geht es hier.
Der Markt für Tierhalter-Haftpflichtversicherungen wächst und reagiert auf Bewertungsimpulse von außen. Die Zahl der Anbieter im Hunde-Segment stieg vom Erst-Rating bis heute von 83 auf 88, im Pferde-Segment von 71 auf 76.
Gleichzeitig verschiebt sich die Notenverteilung schrittweise nach oben: Die Anteile in den unteren Bewertungsklassen gehen zurück, die oberen Klassen gewinnen. Doch der Befund bleibt ernüchternd: Rund 35 Prozent der Hunde-Tarife und gut 32 Prozent der Pferde-Tarife liegen nach wie vor bei befriedigend oder schlechter.
„Wer als Hundehalter oder Pferdebesitzer einfach den günstigsten Tarif wählt, riskiert im Ernstfall eine böse Überraschung – und der Ernstfall kann teuer werden“, warnt Michael Franke, geschäftsführender Gesellschafter von Franke und Bornberg. Dabei sei guter Schutz keine Frage eines prallen Geldbeutels.
Empfehlenswerte Hunde-Tarife seien für einen Labrador Retriever ab rund 60 Euro im Jahr zu haben, für einen Jack Russell Terrier ab etwa 45 Euro. Bei als gefährlich eingestuften Rassen wie dem American Staffordshire Terrier begännen solide Tarife bei rund 85 Euro. Für Pferdehalter starte verlässlicher Schutz bei etwa 100 Euro jährlich.
Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.