Weil das Geld fehlt

Fast die Hälfte der EU-Bürger spart nicht fürs Alter

Viele EU-Bürger betreiben keine private Altersvorsorge. Wie eine Umfrage des europäischen Versicherungsverbands Insurance Europe ergeben hat, setzen 43 Prozent ihr Vertrauen ausschließlich auf die staatlichen Rentensysteme. Welchen Grund das hat, erfahren Sie hier.
© picture alliance/Ralf Hirschberger/dpa
Teilnehmer einer Kundgebung der Europa-Initiative «Pulse of Europe» stehen mit einem Schild auf dem Gendarmenmarkt in Berlin.

Fast die Hälfte der Europäer sorgt nicht privat für das Alter vor. So haben 43 Prozent von ihnen keine ergänzende Zusatzvorsorge, wie eine Studie des europäischen Versicherungsverbands Insurance Europe ergeben hat. Als Grund für die fehlende Vorsorge geben 42 Prozent der nicht sparenden EU-Bürger fehlendes Geld an.

Was ist den Europäern bei der Geldanlage besonders wichtig? Sechs von zehn Befragten geben hier die Sicherheit des angelegten Geldes an. Die Möglichkeit, Sparraten flexibel aussetzen oder erhöhen zu können, folgt mit einem Drittel der Nennungen auf Platz 2.

32 Prozent wollen ihren Angehörigen etwas hinterlassen können, und schätzen daher entsprechende Optionen in Finanz- und Versicherungsprodukten. Und wie steht’s mit der Rendite? Sie ist nur 14 Prozent der Befragten wichtig.

Planbare Auszahlungen sind beliebt

Entscheiden sich Sparer lieber für einen Einmalbeitrag oder eine Rente? Das kommt drauf an. Kennen die Sparer vorab ihr ungefähres Endvermögen, würden sie sich die eine Hälfte für die Einmalzahlung, und die andere Hälfte für eine lebenslange Rente entscheiden.

Kennen die Sparer ihr voraussichtliches Vermögen nicht, bevorzugen 46 Prozent eine Verrentung und 30 Prozent flexible Auszahlungspläne. Nur 19 Prozent würden dann die Einmalauszahlung wählen.

Für die Studie hat Insurance Europe mehr als 10.000 Personen zwischen 18 und 65 Jahren in zehn Ländern befragt.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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