Vorschlag zur Grundrente

SPD beharrt auf Konzept ohne Bedürftigkeitsprüfung

Wer jahrelang gearbeitet hat, muss im Ruhestand auch mehr haben, als die Grundsicherung – und zwar ohne Prüfung einer Bedürftigkeit und mit einem Freibetrag für die Miete. Das ist nach wie vor die Forderung der SPD, wie Katja Mast, SPD-Bundestagsabgeordnete, in einem Interview betont.
© dpa/picture alliance
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast bleibt bei dem Vorschlag ihrer Partei für eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung.

Bei der Grundrente geht es um „Würde und Respekt, nicht um Almosen des Sozialstaates“, sagt die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast gegenüber MDR Aktuell. Wer arbeitet, Kinder erzieht oder pflegt, müsse im Alter auch mehr als die Grundsicherung erhalten und solle nicht zum Amt gehen müssen. Insbesondere der Punkt, sich Unterstützung vom Sozialamt holen zu müssen, unterscheide das Konzept der SPD zur Grundrente von den Vorschlägen der CSU.

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Darüber hinaus sehe die SPD einen Freibetrag und eine Dynamisierung beim Wohngeld vor. Insbesondere in Ballungsräumen spielen die steigenden Mieten für Rentner eine große Rolle. Von dem Vorschlag der SPD sind „rund 3 Millionen Menschen betroffen, die durch eigene Beiträge das Rentenversicherungssystem stabilisiert und getragen haben und drei Viertel, also 75 Prozent, davon sind Frauen.“ Die SPD fordert im MDR dafür den sozialen Ausgleich über das Steuersystem.

Grundsätzlich müsse jemand der arbeitet im Ruhestand mehr haben als Grundsicherung. Die Einführung eines Mindestlohns in Höhe von 12 Euro sei daher im Gespräch.

Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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