Urteil vom Rentenexperten

Ost-West-Rentenangleichung ist ungerecht

Kritik an der Rentenreform: Die geplante Angleichung von Ost- und Westrenten würde die Ungerechtigkeit nur noch verstärken, kritisiert Rentenexperte Bernd Raffelhüschen. Denn schon heute seien die Renten im Osten höher als im Westen.
© dpa/picture alliance
Rentenexperte Bernd Raffelhüschen

Der Rentenexperte Bernd Raffelhüschen hält nichts von der geplanten Angleichung der Renten in Ost- und Westdeutschland. „Von einer Angleichung kann man eigentlich nicht sprechen. Denn schon heute sind die Renten im Osten höher als im Westen“, sagt Raffelhüschen der Zeitung Rheinische Post. Die Ungerechtigkeit würde durch dieses Vorhaben der Regierung nur noch wachsen, findet er.

Die Altersrente im Westen liege im Schnitt bei 787 Euro pro Monat, im Osten betrage sie 964 Euro.

„Diejenigen, die bereits vor 1989 in der DDR beschäftigt waren, werden die großen Gewinner der geplanten Ost-West-Rentenangleichung sein“, erklärt der Rentenexperte weiter.

In seinen Augen bekämen so jene 4 Millionen Ostdeutsche, die bereits heute in Rente sind, und diejenigen, die es bald sein werden, dann einen zu großen Gewinn aus der Sache. Die Gerechtigkeit, so Raffelhüschen, werde so mit Füßen getreten.

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