Für den Großteil der deutschen Steuerzahler ist der Solidaritätszuschlag (Soli) seit Anfang des Jahres Geschichte. In einer aktuellen Umfrage im Auftrag der R+V Versicherung gaben nun 39 Prozent der Bundesbürger an, das zusätzlich verfügbare Geld in Produkte für die eigene Alters- und Gesundheitsvorsorge oder in Aktien zu investieren (siehe Grafik).
Auf der anderen Seite ist fast jeder fünfte Befragte (19 Prozent), der vom Soli-Wegfall weiß, noch unentschlossen, was er mit dem so gesparten Geld anfangen soll. Ein Viertel (24 Prozent) plant zudem, das gesparte Geld nicht auszugeben und auf dem Konto zu lassen. Weitere 21 Prozent wollen dagegen verstärkt konsumieren und planen Ausgaben für Hobbys und Konsumgüter.
Und: Jeder achte Befragte (12 Prozent) wusste gar nicht, dass der Soli überhaupt wegfällt. Diesen Personen wurden die Fragen nach der Verwendung des zusätzlichen Betrags laut der R+V deshalb auch nicht gestellt.
Beim Soli wird ein Zuschlag von 5,5 Prozent auf Einkommen-, Lohn- und Kapitalertragsteuern erhoben. Wer zum Beispiel 1.000 Euro Lohnsteuer abführt, zahlt zusätzlich 55 Euro Soli. Seit Januar 2021 müssen den Soli jedoch etwa 90 Prozent aller Einkommensteuerpflichtigen gar nicht mehr zahlen – nämlich dann, wenn das Einkommen unter 73.000 Euro (Alleinstehende) beziehungsweise 151.000 Euro (Verheiratete) liegt. Für weitere 6,5 Prozent fällt der Soli seit Anfang 2021 immerhin geringer aus.

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.