31 Prozent der Bundesbürger geben an, dass ihr Haushalt über keinerlei Sparreserven verfügt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des ING Deutschland. Im Vergleich zur Vorjahresumfrage hat sich die Finanzlage der Deutschen damit um 4 Prozentpunkte verschlechtert.
„Die Ergebnisse zeigen, dass Deutschland nicht das Land der Sparer ist, das es gerne vorgibt zu sein“, sagt Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING Deutschland. „Der Anteil derjenigen, die gar nicht sparen, steigt an. Gleichzeitig legen die Befragten mit Ersparnissen mehr als der europäische Durchschnitt zur Seite. Eine solche Entwicklung hat noch für keine Volkswirtschaft auf lange Sicht Vorteile gebracht.“
Warum sparen so viele Menschen nicht? Weil sie es sich nicht leisten können, geben 63 Prozent der der Befragten ohne Ersparnisse an. Sie verdienen zu wenig, um Geld auf die hohe Kante legen zu können. Immerhin geben aber auch 52 Prozent der Befragten an, dass ihnen zum Monatsende nie das Geld ausgeht. Droht das doch, übt die große Mehrheit (78 Prozent) lieber Konsumverzicht, als sich Geld zu leihen.
Hohe Rücklagen bei denen, die sparen
Die deutschen Verbraucher, die sparen, bilden immerhin im Vergleich zu anderen europäischen Bürgern hohe Rücklagen. Beim Anteil der Befragten, deren Ersparnisse sich auf mindestens vier Monatsgehälter belaufen, belegt Deutschland Plätze in der Spitzengruppe gemeinsam mit Frankreich, Italien und Polen.
So sind die Deutschen mit der Höhe ihrer Ersparnisse auch insgesamt zufrieden. Deutschland belegt hier den vierten Platz, hinter den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und der Türkei.
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