Durchschnittlich müssen Pflegebedürftige hierzulande 1.697 Euro im Monat für ihren Aufenthalt im Pflegeheim selbst zahlen. Das zeigt eine Auswertung von rund 11.400 vollstationären Pflegeeinrichtungen durch den Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband).
Der Grund:
Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt auch nach der Pflege-Reform nur einen Teil der Kosten für die Unterbringung in einem Pflegeheim. Wer im Heim lebt, muss seit dem 1. Januar 2017 den sogenannten einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE) zahlen.
Heißt:
Der EEE basiert auf einer gleichmäßigen Verteilung der pflegebedingten Kosten in einer Einrichtung über alle Pflegegrade hinweg – inklusive Berücksichtigung der Zuschüsse aus der Pflegepflichtversicherung.
Im Gegensatz zum bisherigen System, in dem mit einer höheren Pflegestufe auch höhere Kosten verbunden waren, steigt der Eigenanteil nun auch dann nicht, wenn der Pflegebedürftige in einen höheren Pflegegrad umgestuft wird.
Wo ist es am teuersten?
In Nordrhein-Westfalen ist das Leben im Pflegeheim laut Bundesländervergleich am teuersten. Hier müssen Bewohner durchschnittlich 2.163 Euro im Monat selbst aufbringen.
Am günstigsten ist es indes in Sachsen-Anhalt: Hier beträgt die Finanzierungslücke rund 1.108 Euro monatlich.
Die Auswertung des PKV-Verbands zeigt aber auch, dass mehr Menschen erkennen, wie wichtig eine private Pflege-Vorsorge ist.
So wuchs die Zahl der Pflegezusatzversicherungen im Jahr 2016 um 6,4 Prozent auf 3,5 Millionen Verträge. 772.000 sind Verträge mit staatlicher Förderung (Pflege-Bahr).

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