Trotz aller Kritik

Warum sich Riestern doch lohnt

Dieses Jahr feiert die Riester-Rente ihren 15. Geburtstag – und erntet trotzdem nach wie vor immer wieder Kritik. Forscher und Wirtschaftswissenschaftler Axel Börsch-Supan hält diese Art der privaten Vorsorge trotzdem für gut. Und hat einen interessanten Verbesserungsvorschlag, um die Verbreitung wieder zu erhöhen.
© dpa/picture alliance
Rentner vor einem Geldautomaten: Wer im Alter genug Geld haben will, muss vorsorgen – trotz aller Kritik lohnt es sich auch noch, zu riestern.

Das Hauptproblem der Riester-Rente sieht Axel Börsch-Supan, Direktor des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik, in der Komplexität des Produkts. Es gebe einfach zu viele Bürger, die meinten, „sie hätten keinen Anspruch auf Riester-Förderung – obwohl sie einen haben“, zitiert Focus Online den Forscher. Ein weiterer Kritikpunkt des Experten ist auch die geringe Rendite, die Kunden bei manchen Anbietern nur bekämen. Das habe viele Kunden verunsichert.

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Insgesamt aber fällt der Geld-Experte trotzdem ein positives Fazit: Die Riester-Rente lohne sich für den Versicherten, allein schon „durch die Förderung mit Zulagen und Steuervorteilen“.

Um die Verbreitung zu erhöhen, hat Börsch-Supan die Idee, Betriebs- und Riester-Rente zusammenzulegen: „Riester- und Betriebsrente zu verknüpfen und die Leute an so ein Produkt heranzuführen, wenn sie einen Arbeitsvertrag unterschreiben. Wer nicht will, kann natürlich widersprechen.“ Ein solches Modell funktioniere bereits in Schweden und Großbritannien.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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