Teure Wahlversprechen

Sozialabgaben überschreiten bald die Billionengrenze

Im Jahr 2016 gab der Staat 918 Milliarden Euro für Sozialversicherungsleistungen, Pensionen, Hartz IV und sonstige Zuwendungen aus. 2021 wird laut Prognosen die Billionengrenze überschritten. Grund: Die Parteien versprechen immer mehr – und die Wirtschaft kann nicht mithalten.
© dpa/picture alliance
Eine Frau mit ihrem Kind: Die Mütterrente trägt ihren Teil dazu bei, dass die Sozialabgaben weiter wachsen.

Bis 2021 könnten die Sozialausgaben hierzulande auf 1.100.000.000.000 Euro steigen – über eine Billion Euro also. Das zeigt ein Sozialbericht der Bundesregierung, über den die Berliner Zeitung berichtet. 2016 waren es noch 918 Milliarden Euro. Der Anteil der Sozialausgaben am Bruttoinlandsprodukt ist seit 2013 damit von 29,0 auf 29,8 Prozent gestiegen.

Mehr zum Thema

„GroKo bis dato teuerste Regierung“

Hermann Gröhe (CDU) ist der wohl teuerste Gesundheitsminister, den Deutschland je gesehen hat: Bis 2020…

Fast eine Million Rentner sind Minijobber

Das Thema Altersarmut betrifft und beschäftigt viele und ist nicht nur wegen des Wahlkampfes in…

Wirtschaftsweise kritisieren Reform-Faulheit der Bundesregierung

In ihrem Jahresgutachten schlagen die Wirtschaftsweisen vor, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln. Laut…

Besonders teuer sind Ausgaben für Rente, Pflege, Krankenversicherung und auch Sozialleistungen wie die Rente mit 63 und die Mütterrente.

Konkret gesagt:

Besonders die Pflegereform hat laut Sozialbericht einen Kostenanstieg von 26 Prozent verursacht (8 Milliarden Euro). Bei den Krankenkassen legten die Kosten um 5 Prozent (12 Milliarden Euro), bei der Rente um 4 Prozent (11 Milliarden Euro) zu.

Das Problem:

Die Wahlgeschenke der Parteien. SPD und Grüne wollen beispielsweise das Rentenniveau stabilisieren, die Union will Kindergeld und Mütterrente aufstocken. Und das kostet.

Die Arbeitgeber schlagen deswegen Alarm. Wie Berechnungen des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände ergeben hat, kann ein Anstieg der gesamten Sozialbeiträge um einen Prozentpunkt einen Rückgang von 90.000 Arbeitsplätzen zur Folge haben.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia