Studie

Für ein Drittel der Frauen ist der Ehepartner die Altersvorsorge

Frauen hierzulande wissen, dass sie unterm Strich mit weniger gesetzlicher Rente rechnen müssen als Männer – und trotzdem verlässt sich etwa jede Dritte auf ihren Ehepartner, wenn es um die Überbrückung der Rentenlücke geht. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie des Dienstleistungsunternehmens Aon.
© picture alliance / Wolfram Steinberg | Wolfram Steinberg
Ein Rentnerpaar beim Spazierengehen: Noch immer rechnen viele Frauen im Alter mit finanzieller Unterstützung von ihrem Mann.

In Sachen Altersvorsorge sind nach wie vor alte Rollenmuster präsent, wie eine aktuelle Aon-Studie zeigt. Denn: Fast doppelt so viele Frauen (19,4 Prozent) wie Männer (11,7 Prozent) rechnen im Alter mit finanzieller Unterstützung aus dem familiären Umfeld. Und knapp ein Drittel der verheirateten Frauen geht davon aus, dass der wesentliche Teil ihrer Altersversorgung von ihrem Ehepartner kommen wird.

Auch die Zahl der Kinder spielt hier eine Rolle: Frauen mit zwei und mehr Kindern verlassen sich deutlich häufiger auf die Versorgung durch Partner und Familie als Frauen, die kein oder nur ein Kind haben. In den Augen der Studienautoren ist das problematisch. Denn: Je mehr Kinder eine Frau habe, desto wichtiger werde für sie auch die private Vorsorge.

Gundula Dietrich, Geschäftsführerin von Aon, fasst zusammen:

„Wir brauchen neue Anreize, damit sich Frauen, aber auch Männer stärker mit der Betriebsrente auseinandersetzen. Arbeitgeber können in dieser Richtung unterstützen. Sie sollten keine Scheu haben, alte Muster aufzubrechen, auch nicht bei der betrieblichen Altersversorgung. Das hilft letztendlich auch, eingefahrene Rollenmuster zu verlassen.“

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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